juedischesmuseum.de neuöffnet das Jüdische Museum Frankfurt etappenweise seine Ausstellungen

Siegrid Püschel

Frankfurt am Main (Weltexpresso) -  Das neue Jüdische Museum am Bertha-Pappenheim-Platz 1 wurde am 20. Oktober 2020 eröffnet und musste elf Tage später wieder schließen. Nun macht es erneut seine Türen auf: Ab Donnerstag, 11. März, sind der Lichtbau mit seiner großzügigen Bibliothek und die Dauerausstellung im Rothschild-Palais „Wir sind Jetzt. Jüdisches Frankfurt von der Aufklärung bis zur Gegenwart“ nach Voranmeldung wieder öffentlich zugänglich. Ab Freitag, 12. März, bietet zudem die Literaturhandlung im Lichtbau Bücher und andere Geschenke zum Kauf an. Interessierte können ab Mittwoch, 10. März, ein Zeitfenster- und/oder Online-Ticket buchen, um das Museum zu besuchen.

Am Tag der Wiedereröffnung werden die Besucherinnen und Besucher persönlich von den Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern empfangen. In der Dauerausstellung bieten Museumsguides täglich individuelle Kurzführungen an. Die eigens entwickelte Anwendung „Museum To Go“ ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern an verschiedenen interaktiven Stationen Filme, Objekte, Klänge oder auch weiterführende Informationen einzusammeln und sich diese nach dem Museumsbesuch in einem personalisierten Bereich der Website erneut anzusehen.

Die Wiedereröffnung der ersten Wechselausstellung ‚Die weibliche Seite Gottes‘ erfolgt am 18. März.

Am Donnerstag, 18. März, wird neben der Dauerausstellung im Rothschild-Palais auch die erste Wechselausstellung des neuen Jüdischen Museums, „Die weibliche Seite Gottes“, wiedereröffnet. Auf rund 650 Quadratmetern thematisiert sie die kulturhistorischen Spuren von weiblichen Aspekten in den monotheistischen Gottesvorstellungen und verbindet diese mit Darstellungen in der Bildenden Kunst. Die Ausstellung schlägt damit einen kulturgeschichtlichen Bogen von antiken archäologischen Figurinen über mittelalterliche hebräische Bibelillustrationen, Madonnenbilder der Renaissance bis hin zu Interpretationen renommierter zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Einen ersten Einblick in die Ausstellung gibt eine sechsteilige Videoreihe, die auf dem YouTube-Kanal des Jüdischen Museums unter https://www.youtube.com/channel/UCLs02UuJNRdwi1Yb2lKXqww zu sehen ist.


Das Museum Judengasse ist ab dem 25. März wieder öffentlich zugänglich

Die Ausstellung „Masel und Broche“ im Museum Judengasse wird am Donnerstag, 25. März, erneut geöffnet. Sie entfaltet ein Pano-rama jüdischen Alltagslebens in der Frühen Neuzeit inmitten der Fundamente von fünf Häusern der ehemaligen Judengasse und wurde mit dem Museumspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen 2016 ausgezeichnet.


Der Zutritt zu beiden Standorten des Jüdischen Museums ist nur mit Buchung eines Zeitfenster-Tickets unter https://juedischesmuseum.ticketfritz.de/Home/Index möglich.
Die Öffnungszeiten und die Hygienemaßnahmen sind der Webseite des Jüdischen Museums unter http://www.juedischesmuseum.de/besuchen/ zu entnehmen.

Digitales Museum und Lichtinstallation

Im Zuge der Corona-Pandemie hat das Museum ein umfassendes digitales Vermittlungsangebot entwickelt, das verschiedene Formate – insbesondere auch für Familien mit Kindern – umfasst. Einen Überblick über alle Angebote gibt ein eigener Beitrag auf dem museums-eigenen Blog „Gedibber“ unter http://juedischesmuseum.de/blog/digitale-angebote/ im Internet.

Bis einschließlich Mittwoch, 10. März, bespielt das Museum täglich von 19 bis 22 Uhr seinen Museumsvorplatz mit einer Licht-, Farb- und Klanginstallation und inszeniert ein sich veränderndes sinnliches Spiel aus wechselnden Projektionen rund um die Skulptur „Untit-led“ des Künstlers Ariel Schlesinger. Die Installation besteht aus einem Film über die Entstehungsgeschichte des Kunstwerks sowie dessen Inszenierung in einer Farb- und Lichtprojektion. Besucherinnen und Besucher sind aufgefordert, Teil der Installation zu werden, indem sie ihre Gedanken zu der Skulptur auf den Sozialen Medien unter dem Hashtag #dasmus

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