Rosemarie Heilig Projektstart FFM ist kein AschenbecherUmweltdezernentin Heilig startet vierwöchige Projektstudie

Helga Faber

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Die achtlos weggeworfene Zigarettenkippe vor dem Eingang eines Geschäftes auf der Zeil, Kippen auf dem Weg vom Paulsplatz zur Berliner Straße, schwimmende Filter im Main oder ein „Meer“ von Zigarettenkippen zu Füßen einer Bank am Mainufer: Laut Weltgesundheitsorganisation werden zwei Drittel aller Zigarettenkippen achtlos auf den Boden geworfen.

Für Umweltdezernentin Rosemarie Heilig ist das nicht hinnehmbar: „Zigarettenkippen lösen sich nicht einfach in Luft auf, wenn man sie wegwirft. Sie brauchen lange, bis sie sich zersetzen. Das Müllproblem ist dabei das eine, das andere: Im Filter bleibt alles hängen, was nicht in die Lunge soll. In ihm schlummert ein gefährlicher Mix aus einer Menge von Giften wie Blei, Cadmium und Arsen. Wenn diese Stummel dann auf der Straße oder im Gras liegen, werden die Giftstoffe mit dem nächsten Regen ausgewaschen – und landen in der Umwelt. Eine Kippe kann bis zu 40 Liter Wasser verschmutzen. Vielen Raucher*innen ist das Problem offenbar einfach nicht bewusst“, sagte die Umweltdezernentin am Freitag, 11. Juni, bei der Vorstellung des Projektes „Frankfurt ist kein Aschenbecher“ am Sachsenhäuser Mainufer. Dort ist einer von drei Projektstandorten, an denen in den nächsten sechs Wochen das Verhalten von Raucher*innen untersucht werden soll. „Wir wollen herausfinden, wie wir Raucher*innen erreichen können. Ist es eine bestimmte Art der Ansprache oder helfen Informationen darüber, was eine Zigarettenkippe im Boden oder im Wasser anrichten kann“, erklärt die Leiterin der Stabstelle Sauberes Frankfurt Claudia Gabriel. Die Standorte wurden sorgfältig ausgewählt: Zwei Parkbänke an jedem Standort direkt am Mainufer: am Eisernen Steg und unter der Untermainbrücke auf der Sachsenhäuser Seite, sowie im Hafenpark. Allesamt regelrechte Kippenmüll-Hotspots, erklärt Gabriel.

Auffällige grüne Plakate und Aufsteller sollen hier die Aufmerksamkeit der Passantinnen und Passanten auf sich ziehen und humorvoll über das Problem informieren. Außerdem werden Promoterinnen und Promoter während der Projektphase vom 11. Juni bis 27. Juli immer freitags und samstags die Raucherinnen und Raucher befragen. Als weiteren Teil des Projektes werden sie Taschenaschenbecher verteilen.

„Einmal pro Woche werden wir die Zigarettenkippen an den Standorten zählen und einsammeln. So können wir am ehesten die Wirkung der Schilder, der Aschenbecher und der persönlichen Ansprache beurteilen“, erklärt Gabriel. Die Ergebnisse der Monitorings und aktuelle sowie allgemeine Infos über die Aktion werden unter http://www.cleanffm.de veröffentlicht, Frankfurts Sauberkeitskampagne wird das Projekt begleiten, unterstützt wird es von der Philipp Morris GmbH: „Wir müssen jetzt handeln: Mehr Aufklärung und Aufmerksamkeit helfen definitiv dabei, den Abfall – die Zigarettenkippen – dorthin zu bringen, wo sie hinsollten: in den Müll und nicht in unsere Umwelt“, sagt Katrin Niethammer, Leiterin Sustainability bei Philip Morris.

„Auf Zigarettenschachteln wird vor den gesundheitlichen Risiken durchs Rauchen gewarnt. Wir möchten für die Schäden sensibilisieren, die die Kippen in der Umwelt anrichten. Das Projekt ,Frankfurt ist kein Aschenbecher‘ wird uns dabei helfen“, sagte Umweltdezernentin Heilig.



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Promoterinnen werden in den nächsten sechs Wochen am Mainufer Raucher über die Gefahren von Zigarettenkippen aufklären
Umweltdezernentin Rosemarie Heilig startet Projekt gegen das „Kippen-Littering“  
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Info:
Die Projektbeschreibung findet sich unter https://cleanffm.de/fika im Internet.