f die blechtrommel 1979Zur gegenwärtigen Installation im DFF, dem Deutschen Filminstitut und Filmmuseum Frankfurt

Claus Wecker

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - In der Installation, die zurzeit im Filmmuseum wird, sind 70 einminütige Zusammenschnitte aus 70 deutschen Filmen zu sehen. Die Auswahl soll repräsentativ sein, sie soll sich nicht auf »die besten« beschränken, sondern ein vielfältiges Panorama bieten. Bis auf zwei Regisseure (Wolfgang Staudte mit »Rotation« und »Die Geschichte vom kleinen Muck« sowie Volker Schlöndorff mit »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« in Co-Regie neben Margarethe von Trotta und »Die Blechtrommel«), die zweimal vorkommen, sind alle nur einmal vertreten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Aus dem Prinzip folgt allerdings keineswegs, dass alle wichtigen Regisseure auch vertreten sind.

Nach einigem Nachdenken wird die Liste der fehlenden Regisseure immer länger. Klaus Lemke, sein »48 Stunden bis Acapulco« musste offenbar für »Katzelmacher« weichen; Dietrich Brüggemann, einer der originellsten Köpfe im aktuellen deutschen Film, fehlt etwa mit »3 Zimmer/Küche/Bad«; Fritz Lang gehört auch mit einem seiner weniger bedeutenden deutschen Nachkriegsfilme in solch eine Zusammenstellung; Peter Lorre sollte mit »Der Verlorene« dabei sein.

Ganz besonders vermisst habe ich einen der besten deutschen Filme: »Spur der Steine« von Frank Beyer. Zu den üblichen Verdächtigen, die einem sofort einfallen, haben sich auch ein paar Kinderfilme gesellt, und das war eine ausgezeichnete Idee. Auch die neu montierten Ausschnitte sind durchweg sehr gut gelungen. Doch etwas mehr Profil hätte der Kompilation gutgetan.

Foto:
Die Blechtrommel
© DFF