Judische AkademieIntensive Planungen zur Jüdischen Akademie in Frankfurt sind im vollen Gang

Katharina Klein

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Ein weiterer wichtiger Zukunftsschritt ist bei dem Koordinierungsgespräch zwischen der Stadt Frankfurt am Main, dem Bund, dem Land Hessen sowie dem Zentralrat der Juden vollzogen worden. Die Pläne für den Bau einer Jüdischen Akademie in Frankfurt am Main werden immer konkreter.

„Die Jüdische Akademie wird unsere Stadt bereichern und ein neues Selbstverständnis innerhalb der sich verändernden Gesellschaft entwickeln. Die Koordinierungsgespräche bestärken die Stadt Frankfurt, den Bau zu unterstützen. Die Fortentwicklung eines erneuerten deutschen Judentum in unserer internationalen Metropole mitzuerleben und an die jüdische Geschichte in unserer Stadt anzuknüpfen, um gemeinsam in der Gemeinschaft den Chancen und Zukunftsaussichten, aber auch die Spannungen und Konflikte zu begegnen“, unterstreicht Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker nach dem Treffen.

Harry Schnabel, Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland ergänzt: „Mit dem erfolgten Koordinierungsgespräch wurde eine weitere wichtige verfahrenstechnische Voraussetzung für die Bewilligung der Zuwendungsmittel erfüllt. In einer dem Bauprojekt Jüdische Akademie sehr zugewandten Arbeitssitzung haben sowohl die Zuwendungsgeber (Bund, Land Hessen, Stadt Frankfurt) als auch das am Verfahren beteiligte Bundesverwaltungsamt (BVA) sowie die Oberfinanzdirektion Hessen den vom Zentralrat der Juden eingereichten Unterlagen Konformität mit den Verwaltungsvorschriften bescheinigt und die Finanzierung als gesichert festgestellt. Somit können Architekten und Fachplaner mit der für die Ausschreibung erforderlichen Ausführungsplanung beginnen. Mit einem Zuwendungsbescheid wird Ende diesen Jahres gerechnet.“

Neben der Stadt Frankfurt am Main, die sich mit 5,5 Millionen Euro an den Baukosten beteiligt, wird die Bundesrepublik Deutschland 16 Millionen Euro, das Land Hessen mit sieben Millionen Euro bereitstellen. Ein Baubeginn wird zum Jahreswechsel angestrebt.

Foto:
Daniel Botmann, Geschäftsführer Zentralrat der Juden, Sabena Donath, Leiterin der Bildungsabteilung im Zentralrat, Uwe Becker, Bürgermeister und Kirchendezernent, Doron Kiesel, Direktor der Bildungsarbeit, Harry Schnabel, Präsidiumsmitglied