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Kategorie: Film & Fernsehen
hapsDie anlaufenden Filme in deutschen Kinos vom 27. März 2025, Teil 9


Redaktion


Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Wie kam es zur Idee von HAPS –CRIME DOESN’T PAY?




Die Idee entstand aus meinem tiefen Bedürfnis, Geschichten zu erzählen, die authentisch und ungefiltertsind. Der Film ist inspiriert von echten Erlebnissen und Erfahrungen aus meinem persönlichen Umfeld.
Er zeigt dabei ganz bewusst Menschen, die nicht gehört zu werden scheinen – ein universelles Gefühl,
das leider viele Menschen, egal woher sie kommen, verbindet.


Der Gefängnisfilm hat eine lange Erzähltradition. Was ist das Einzigartige an Ihrem Gefängnis?

HAPS ist nicht nur ein Ort der Strafe, sondern auch ein Mikrokosmos unserer Gesellschaft. Es ist multikulturell, roh, brutal und gleichzeitig voller Menschlichkeit und Hoffnung. Ich erzähle nicht nur von Gewalt, sondern auch von der Sehnsucht nach Freiheit, nach Zugehörigkeit und von den Kämpfen, die Menschen täglich austragen müssen, um ihre Identität zu bewahren. Unsere Darstellung ist dabei so realitätsnah wie möglich und fängt die harte, aber auch poetische Wirklichkeit ein.


Die Hauptfiguren haben unterschiedliche Nationalitäten und Religionen. War das für Sie der Ausgangspunkt für Konflikte oder ist es ein Sinnbild für die Spannungen in unserer Welt?

Es ist beides. Die verschiedenen Nationalitäten und Religionen spiegeln die Realität unserer multikulturellen Gesellschaft wider, in der Konflikte zumeist aus Vorurteilen und Missverständnissen erwachsen.
Gleichzeitig zeigt der Film, wie diese Unterschiede überwunden werden können, wenn Menschen plötzlich dazu gezwungen sind, miteinander zu koexistieren und einander zuzuhören. Es ist ein Spiegelbild der Welt, in der wir leben, und ein Plädoyer für mehr Toleranz und Menschlichkeit.



Der Film wurde mit privaten Mitteln finanziert. Was gibt es zur Produktionsgeschichte zu sagen?

Es ist ein völlig unabhängiger Film, der aus Leidenschaft und Überzeugung entstanden ist. Wir hatten keine Filmförderung, keine großen Studios im Rücken. Das gab uns die Freiheit, den Film genau so zu machen, wie wir ihn uns vorgestellt haben. Es war ein Risiko, aber auch eine Chance, etwas Authentisches und Mutiges zu schaffen, ohne Kompromisse einzugehen. Die Finanzierung kam durch private Mittel und meine bisherigen Erfolge im internationalen Lizenzhandel sowie in anderen Projekten zustande.



Sie produzieren schon Jahre erfolgreich Dokumentationen, handeln mit Lizenzen und veranstalten Charity-Events. Was bewegt Sie nun, einen eigenen Verleih zu gründen?

Dieser Schritt war die Konsequenz aus meinen bisherigen Erfahrungen. Ich habe erlebt, wie häufig Visionen durch bestehende Strukturen eingeschränkt werden. Mit einem eigenen Verleih habe ich die  Möglichkeit, Filme direkt zum Publikum zu bringen. Es geht mir darum, eine Plattform zu schaffen, die unabhängige Stimmen unterstützt und es ermöglicht, authentische Geschichten wie die von HAPS zu erzählen. Es ist kein rein wirtschaftlicher Schritt, sondern auch Statement für künstlerische Unabhängigkeit.
 
 
Foto:
©Verleih

Info:
Stab
Drehbuch/Regisseur  Ekremen Gizek