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Kategorie: Film & Fernsehen

klausDreiteilige Dokuserie / Free-TV-Premiere im April 2026, Teil 2/2

Redaktion

Mainz (Weltexpresso) - Die Serie, in der viele Zeitzeugen zu Wort kommen, ist in Zusammenarbeit mit ZDFinfo entstanden und wird jetzt erstmals im Free-TV gezeigt.


Michael Levine

Michael Levine ist ein ehemaliger Undercover-Agent der U.S. Drug Enforcement Administration (DEA) und Whistleblower. In den 1960er-Jahren begann er seine Karriere im Bereich der Strafverfolgung und arbeitete anschließend mehrere Jahrzehnte für die DEA, wo er einige der gefährlichsten Undercover-Operationen in Lateinamerika und den USA leitete. 1978 wurde er nach Argentinien versetzt und übernahm einen seiner wichtigsten Fälle: Er leitete die Operation gegen den damals größten Drogendealer der Welt, Roberto Suárez.
Levine machte sich einen Namen, indem er öffentlich Missstände, politische Einflussnahmen und vermeintliche Vertuschungen innerhalb der US-Drogenpolitik anprangerte. Seine Erfahrungen verarbeitete er in mehreren Büchern, darunter "Deep Cover" und "The Big White Lie", die internationale Beachtung fanden. Darüber hinaus trat er häufig als Experte in Medien und Gerichtsverfahren auf und wurde zu einer prominenten Stimme für Reformen in der Drogenbekämpfung.

Gary Suárez
Gary Suárez Levy ist der Sohn von Roberto Suárez Gómez, dem berühmt-berüchtigten ehemaligen "Kokain-König" Boliviens. Heute ist Gary Suárez ein Mann, der sich als Immobilienunternehmer und Viehzüchter in Bolivien etabliert hat. In der Presse und Öffentlichkeit trat er mehrfach als Stimme seiner Familie auf — insbesondere im Zusammenhang mit dem Buch seiner Mutter Ayda Levy, das die Geschichte von Roberto Suárez mit Blick auf sein Leben, sein Drogengeschäft und das Entstehen eines sogenannten "Narco-Staates" dokumentiert. An der Entstehung des Buches war Gary Suárez beteiligt.

Gerardo Caballero
Gerardo Caballero Salinas ist der Schwiegersohn von Roberto Suárez Gómez. Er ist der Ehemann von Roberto Suárez' Tochter Heidy Suárez Levy und war in den 1980er Jahren in den internationalen Kokainschmuggel seines Schwiegervaters federführend verwickelt. Er wurde in Panama festgenommen und 1986 in den USA wegen Beteiligung an einem kriminellen Unternehmen und Verschwörung zum Import von großen Mengen Kokain verurteilt. Dabei ging es um mehrere hundert Kilo Kokain. Das Urteil war eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren Gefängnis. Damit gilt er als eine der zentralen Figuren im Umfeld des bolivianischen Drogenhandels jener Zeit.

Eduardo Ascarrunz
Eduardo Ascarrunz Rodríguez, bekannt als Pachi Ascarrunz, ist ein bolivianischer Journalist, Schriftsteller und Medienmacher. Als Journalist arbeitete er für Zeitungen und Magazine in Bolivien und Peru und war zudem Korrespondent für internationale Agenturen wie Europa Press und Reuters. Außerdem veröffentlichte er mehrere Bücher und ist für seine dokumentarischen Arbeiten zu historischen Ereignissen in Bolivien bekannt. Er schrieb  gemeinsam mit dem "Kokain-König" Roberto Suárez dessen unveröffentlichte Autobiografie. Eduardo Ascarrunz erlebte u. a. den "Kokain-Putsch" im Jahre 1980 mit und floh ins Exil nach Venezuela und Peru, bevor er nach der Diktatur wieder nach Bolivien zurückkehrte.

Beate Klarsfeld
Beate Klarsfeld ist eine deutsch-französische Journalistin, politische Aktivistin und international bekannte Nazijägerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Serge Klarsfeld widmete sie ihr Leben der Aufdeckung, Dokumentation und strafrechtlichen Verfolgung nationalsozialistischer Kriegsverbrecher, insbesondere solcher, die nach dem Zweiten Weltkrieg unbehelligt geblieben waren. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte sie 1968, als sie den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger öffentlich ohrfeigte, um auf dessen NS-Vergangenheit hinzuweisen. Die Klarsfelds trugen maßgeblich zur Ergreifung mehrerer NS-Täter bei, darunter Klaus Barbie, der "Schlächter von Lyon". Für ihre Arbeit zur Erinnerung und Gerechtigkeit wurde Beate Klarsfeld mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und der Ehrenlegion Frankreichs, und gilt bis heute als eine der bedeutendsten 

Juliana Ströbele-Gregor
Juliana Ströbele-Gregor ist Kultur- und Sozialanthropologin sowie Pädagogin und lehrte und forschte am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, den Universitäten Frankfurt am Main, Costa Rica und in Ecuador. Als Tochter des ersten deutschen Botschafters nach dem Zweiten Weltkrieg kam sie 1952 als Neunjährige nach Bolivien und ging dort u. a. mit der Tochter des Kriegsverbrechers Klaus Barbie in eine Klasse. Mit ihrer kombinierten Perspektive aus politischer Anthropologie und Entwicklungsforschung gilt sie als eine der profiliertesten deutschsprachigen Expertinnen für soziale Bewegungen und indigene Gesellschaften in Bolivien.

Gloria Ardaya
Gloria Ardaya ist eine bolivianische Soziologin, Politologin, Forscherin und Publizistin, die sich intensiv mit Demokratie, Gesellschaft und Politik in Lateinamerika auseinandersetzt. Im Januar 1981, nach dem "Kokain-Putsch", war sie als junge Aktivistin Teil der sozialistischen Partei MIR (Movimiento de la Izquierda Revolucionaria) und überlebte das Massaker in der Harrington-Street in La Paz, wo acht führende Mitglieder der Partei durch Sicherheitskräfte des Luis García Meza-Regimes ermordet wurden.


Foto:
Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen
© ZDF/Sky, Kundschafter Filmproduktion, mobyDOK

Info:
Donnerstag, 9. April 2026, ab 20.15 Uhr
Ab Donnerstag, 26. März 2026, 5.00 Uhr, mindestens fünf Jahre lang im ZDF streamen
ZDFinfo: Donnerstag, 9. April 2026, ab 20.15 Uhr
Das Nazi-Kartell
Dreiteilige Dokuserie / Free-TV-Premiere

20.15 Uhr: Der König des Kokains (1/3)
21.00 Uhr: Das Narco-Reich (2/3)
21.45 Uhr: Das Nazi-Kartell: Der Drogenkrieg (3/3)

Foto:
Der Nazi-Kriegsverbrechers Klaus Barbie lebte unter dem Namen "Klaus Altmann" und besaß einen Militärausweises auf diesen Namen.
© ZDF und Peter McFarren.
 
Donnerstag, 9. April 2026, ab 20.15 Uhr
Ab Donnerstag, 26. März 2026, 5.00 Uhr, mindestens fünf Jahre lang im ZDF streamen
ZDFinfo: Donnerstag, 9. April 2026, ab 20.15 Uhr
Das Nazi-Kartell
Dreiteilige Dokuserie / Free-TV-Premiere

20.15 Uhr: Der König des Kokains (1/3)
21.00 Uhr: Das Narco-Reich (2/3)
21.45 Uhr: Das Nazi-Kartell: Der Drogenkrieg (3/3)