
Redaktion
Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Den Spitznamen „Königin der Leica“ erhielt Ilse Bing von Gisèle Freund. Die beiden Fotografinnen, die heute zu den bekanntesten der Weimarer Republik zählen, waren gut befreundet. Sie teilten nicht nur ihren Beruf, sondern auch Teile ihrer Biografie: Beide stammten aus jüdischen Familien und flohen während der NS-Zeit ins Exil.

In der ZDF-Produktion „Die drei Leben der Ilse Bing“ von 1986 spricht die Fotografin selbst über ihr Leben. Sie zeigt Filmemacherin Crissy Hemming die Orte ihrer Kindheit und erzählt von ihrem eigenwilligen Weg zur Fotografie. Stets begleitet von der Fotografin führt die Dokumentation durch Bings berufliche Etablierung in Paris und ihre wechselhaften Jahre im New Yorker Exil.
Eine Filmvorführung im Historischen Museum am Freitag, 9. August, zeigt beide Filme mit einer Einführung von Friedrich Tietjen, der im Jüdischen Museum Frankfurt unter anderem zuständig für die Fotosammlung ist.
Gezeigt werden die Filme „Gisèle Freund – Ein Leben für die Fotografie“ sowie „Die drei Leben der Ilse Bing“. Der Filmabend ist Teil einer Filmreihe zur Ausstellung „Stadt der Fotografinnen“ im Historischen Museum in Kooperation mit dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum.
Fotos:
Ilse Bing, Selbstporträt mit Leica im Spiegel
©Historisches Museum Frankfurt
Ilse Bing, (Auf den Treppen an der Seine, Paris), 1931
©Estate of Ilse Bing
Info;
Die Filmvorführung beginnt mit einer Einführung von Friedrich Tietjen um 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt zwei Euro. Veranstaltungsort ist der Leopold-Sonnemann-Saal im Historischen Museum, Saalhof 1.
Eine Anmeldung ist möglich über den Besucherservice oder über das Online-Ticket-System. Sind noch Plätze verfügbar, kann man sich auch unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung an der Museumskasse anmelden.