Donau Flusskreuzfahrt mit regionalen Spezialitäten
Sabine Zoller
Stuttgart/Passau/Budapest (Weltexpresso) Reisen ohne Kofferpacken, jeden Morgen in einer anderen Stadt erwachen und dabei den Komfort eines schwimmenden Hotels genießen – eine Flusskreuzfahrt auf der Donau ist weit mehr als eine bequeme Art des Reisens. Sie ist eine Einladung, das Leben in vollen Zügen zu genießen, sich dem sanften Rhythmus des Wassers hinzugeben und sich von den kulturellen wie auch kulinarischen Reizen der bereisten Länder verführen zu lassen.
Von Passau bis Budapest
Flusskreuzfahrten auf der Donau haben eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert verkehrten hier die ersten Dampfschiffe. Die Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft wurde 1830 in Wien gegründet und bot erste Passagierfahrten zwischen Wien und Budapest an. Heute zählt die Donau zu den meistbefahrenen Flüssen für Flusskreuzfahrten weltweit. Viele Reedereien bieten die klassische Route von Passau über Linz, Wien und Bratislava bis nach Budapest an, doch nicht jede Flusskreuzfahrt gleicht der anderen.
Nicko Cruises
Die findigen Reiseexperten von Nicko Cruises haben diese klassische Route um ein besonderes Genusserlebnis im Sinne des Sprichworts „Liebe geht durch den Magen“ erweitert. Dabei geht es nicht nur um kulinarische Besonderheiten an Bord, sondern auch um authentische Erlebnisse in der jeweiligen Region, um damit die Geschichten hinter den Gerichten zu vermitteln. Ausflüge mit Verkostungen regionaler Spezialitäten und Besuche bei handverlesenen Produzenten stehen auf dem Programm, um Einblicke in landestypische Genüsse zu geben.
Linzer Torte und Bauernkrapfen
Bereits am ersten Reisetag in Linz führt der Weg nicht nur zur berühmten Linzer Torte von Konditormeister Leo Jindrak, sondern auch ins Mühlviertel zur gläsernen Manufaktur von Roswitha Lichtenegger und ihrer Bauernkrapfen-Schleiferei. Dieses goldbraun frittierte Hefeteiggebäck, das seit Generationen nach überlieferten Rezepten hergestellt wird, ist außen knusprig und innen luftig weich. Mit Puderzucker bestäubt und mit Powidl gefüllt, gehört der Bauernkrapfen zu den Köstlichkeiten, die mittlerweile auch in einer herzhaften Variante angeboten werden und untrennbar mit der österreichischen Backkunst verbunden sind. In der Manufaktur lässt sich die Entstehung dieses Klassikers hautnah miterleben – ein Erlebnis, das nicht nur den Gaumen begeistert, sondern auch die Handarbeit und viele Arbeitsschritte des Gebäcks vom Kneten, Schleifen, Formen und Backen sichtbar macht.
Wein in alten Fässern
In Wien erwartet die Reisenden das Stift Klosterneuburg mit einer Weinkellerführung im ältesten Weingut Österreichs, das mit über 1.000 Leuchtmitteln das historische Kellergewölbe spektakulär in Szene setzt. Vom Besucherempfang in der Sala terrena führt der Rundgang über das Presshaus und den Gärkeller mit seinen beeindruckenden Eichenfässern hinab in die tiefen Barock- und Barrique-Keller. Dort, wo die Weine unter perfekten Bedingungen reifen, erlebt man hautnah den Weg der Traube – von den Rebstöcken bis zum edlen Tropfen im Glas.
Kräuterlikör mit Tradition
Zu den wohl eindrucksvollsten Momenten der Flusskreuzfahrt zählt tags darauf die Einfahrt in die ungarische Hauptstadt. Der Panoramablick auf die UNESCO-geschützte Kulisse mit dem majestätischen Parlamentsgebäude, dem Burgviertel, der Fischerbastei und der Matthiaskirche bietet ein beeindruckendes Panorama, in dem sich die Wahrzeichen der Stadt in voller Pracht entfalten.
Budapest lockt nicht nur mit Stadtrundgang und einem Besuch der Markthalle, in der typische ungarische Delikatessen wie Salami, Käse und Paprika verkostet werden können. Als Ausflug steht Budafok, eines der bedeutendsten Weinbauzentren Ungarns, auf dem Programm, um ein weitläufiges Netz unterirdischer Weinkeller zu besichtigen, die über Jahrhunderte hinweg in den Kalkstein gegraben wurden. Besonders faszinierend und untrennbar mit der ungarischen Geschichte verbunden ist der Besuch des traditionsreichen Familienunternehmens Zwack. Hier steht der berühmte ungarischen Kräuterlikör „Unicum“ im Mittelpunkt der Führung. Das Nationalgetränk Ungarns, besteht aus über 40 verschiedenen Kräutern und Gewürzen und reift noch heute mitten in der Stadt an der Donau in Eichenfässern. Die Rezeptur, die 1790 von Dr. József Zwack, dem Leibarzt von Kaiser Joseph II., entwickelt wurde, wird noch immer verwendet und ein umfangreich zusammengetragenes Museum lässt die Geschichte der Familie Zwack lebendig werden.
Nussbeugerl und Birnenkuchen
Auf dem Weg zurück nach Passau wird in Bratislava haltgemacht, um neben traditioneller Kaffeehauskultur auch das berühmte Nussbeugerl „Pozsonyi Kifli“ zu verkosten – oder gar als Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Im weiteren Verlauf der Reise wird in Melk Station gemacht, um auf Schloss Schallaburg spannende Einblicke in die landschaftlichen Reize und die Tradition des Mostviertels zu bekommen. Hier werden Birnenkuchen und Most verkostet, bevor sich den Besuchern die Welt der Kunst und Kultur in den historischen Mauern des Schlosses eröffnet.
Nach diesem letzten, genussvollen Tagesausflug kehrt man zurück an Bord und lässt den Tag mit regionalen österreichischen Spezialitäten ausklingen, die die Küchenchefs mit Liebe zum Detail zubereitet haben. Bei einem Glas Wein verarbeitet man die Eindrücke und lässt Reise sowie Genuss zu einer harmonischen Einheit verschmelzen. In Kombination mit dem sanften Dahingleiten auf der Donau bildet die Reise ein unvergessliches Gesamterlebnis.
Foto:
Genuss an Deck © Sabine Zoller
Info:
https://www.nicko-cruises.de/