Tourismus in Niedersachsen auf Rekordkurs: 2025 bricht alle Marken
Sabine Zoller
Hannover (Weltexpresso) – Die niedersächsische Tourismusbranche feiert ein historisches Jahr. Wie die vorläufigen Ergebnisse des Landesamtes für Statistik (LSN) für das Jahr 2025 zeigen, hat das Land erstmals das Vor-Corona-Niveau von 2019 übertroffen und steuert auf neue Bestmarken zu. Insgesamt 15,8 Millionen Gäste bescherten dem Land rund 46,9 Millionen Übernachtungen. Damit festigt Niedersachsen im bundesweiten Vergleich stabil seinen vierten Platz unter den beliebtesten Reisezielen.
Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne wertet diese Zahlen als starkes Signal für die überwiegend mittelständisch geprägte Branche. Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen seien die Reiseregionen gefragter denn je. Man investiere weiterhin gezielt in Qualität und Nachhaltigkeit, um die Wettbewerbsfähigkeit des Beherbergungsgewerbes langfristig zu sichern, so der Minister.
Besonders deutlich zeigt sich der Trend zur Unabhängigkeit: Der Camping-Sektor in Niedersachsen wächst mit einem Plus von 5,5 Prozent deutlich stärker als im bundesweiten Durchschnitt. Auch Ferienhäuser und Ferienwohnungen verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 2,4 Prozent bei den Übernachtungen.
Geografisch bleiben die Schwerpunkte klar verteilt. Rund zwei Drittel aller Übernachtungen entfallen auf die Nordseeküste inklusive der Ostfriesischen Inseln, die Lüneburger Heide sowie die Region Grafschaft Bentheim-Emsland-Osnabrücker Land. Eine besondere Spitzenposition nehmen dabei die Ostfriesischen Inseln ein: Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 6,0 Tagen verweilen die Gäste hier so lange wie nirgendwo sonst in Deutschland.
Während der Inlandstourismus boomt, zeigt sich beim internationalen Geschäft ein gemischtes Bild. Zwar steigen die Zahlen der ausländischen Gäste im Vergleich zum Vorjahr leicht an, liegen aber mit 4,2 Prozent immer noch unter dem Rekordwert von 2019. Während die Niederlande, Dänemark und Polen weiterhin die wichtigsten Quellmärkte darstellen, registriert das Land derzeit die stärksten Zuwächse bei Urlaubern aus Spanien und Italien.
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