Kultur, Geschichte und Lifestyle
Barbara Altherr
Berlin (Weltexpresso) - Berlin ist eine Stadt, die nie stillsteht – und genau darin liegt ihr Zauber. Zwischen Regierungsviertel und Museumsinsel, zwischen Alexanderplatz und Spree lässt sich Geschichte nicht nur anschauen, sondern erleben. „Mitte“ ist das pulsierende Herz: Freilichtmuseum, Machtzentrum und Kreativlabor zugleich.
Das Regierungsviertel rund um den Platz der Republik symbolisiert das moderne Deutschland – transparent, offen und im Dialog mit seiner Vergangenheit. Mittelpunkt ist der Reichstag, das wohl bekannteste Wahrzeichen der deutschen Demokratie. Hier tagt der Bundestag und hier werden weitreichende Entscheidungen getroffen. Besucher können an Führungen teilnehmen oder sich zur Besichtigung der berühmten gläsernen Kuppel anmelden, von der aus sich der Blick über das Brandenburger Tor und das Kanzleramt bei gutem Wetter über die gesamte Stadt öffnet.
Nur wenige Schritte weiter reihen sich die modernen Gebäude der Bundespolitik aneinander: das Bundeskanzleramt, in seiner klaren Formensprache fast monumental, das Paul-Löbe-Haus, in dem die Abgeordnetenbüros untergebracht sind, und das lichtdurchflutete Marie-Elisabeth-Lüders-Haus mit seiner eindrucksvollen Bibliothek. Auch diese sind im Rahmen geführter Touren teilweise zugänglich – ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der Demokratie.
Die Spree – Lebensader der Hauptstadt
Der Fluss fließt wie ein stiller Beobachter durch die Stadt, verbindet das Regierungsviertel mit dem historischen Zentrum, umspült Inseln, Brücken und Boulevards. Wer ihm folgt, erlebt Berlin aus einer anderen Perspektive: vom Boot aus, im Sommer mit einem kühlen Drink in der Hand, kann man an der imposanten Reichstagskuppel, an Ministerien, Museen und Gründerzeitfassaden vorbeigleiten. Besonders bei Sonnenuntergang, wenn das Wasser die goldenen Lichter der Stadt spiegelt, zeigt Berlin sein romantisches Gesicht.
Fischerinsel: Das historische Herz Berlins
Mitten in der Innenstadt, nur wenige Schritte vom Alexanderplatz entfernt, liegt die Fischerinsel. Als südlicher Zipfel der Spreeinsel war sie einst Heimat der Fischer, Handwerker und Kleinhändler, die das mittelalterliche Cölln – die „Schwesterstadt“ des alten Berlin – prägten. Heute präsentieren sich Geschichte und Moderne Seite an Seite. Zu den markantesten Sehenswürdigkeiten zählt die Kirche St. Petri, deren archäologische Überreste an die ältesten Siedlungsstrukturen Berlins erinnern. Nicht weit davon entfernt steht der Märkische Museumshafen, in dem historische Schiffe die maritime Vergangenheit Berlins lebendig halten.
Ganz in der Nähe im historischen Kern zwischen Märkischem Ufer und Nikolaiviertel befinden sich zwei Hotels, die ideal sind für Reisende, die mitten im Geschehen wohnen und trotzdem entspannen möchten: das Living Hotel Berlin Mitte und das Living Hotel Großer Kurfürst. Beide Häuser liegen direkt an der Spree.
Rückzugsorte mitten im Trubel
Nach einem Tag voller Eindrücke braucht es einen Ort zum Durchatmen. Einen Platz, der Ruhe schenkt, ohne den Puls der Stadt zu verlieren. Das Living Hotel Berlin Mitte ist ein solcher Ort. Nostalgie trifft hier auf modernen Komfort und die Gäste werden vom internationalen Team mit echter Berliner Herzlichkeit verwöhnt.
Nur wenige Schritte daneben befindet sich das Living Hotel Großer Kurfürst. Seine siebenstöckige Lobby mit Marmortreppe und einer im wahrsten Sinne des Wortes herausragenden Skulptur des Großen Kurfürsten strahlt Großzügigkeit und Stil aus. Hier fließen Rezeption, Bar, Lounge und Workspace ineinander. Kulinarisch verwöhnt das hauseigene Restaurant Cana mit orientalisch-mediterranen Spezialitäten – im Sommer auf der Sonnenterrasse direkt an der Spree. Die besondere Qualität der Speisen hat sich so weit herumgesprochen, dass sich sogar einige Prominente die Gerichte als Catering in ihre Privatjets liefern lassen, wenn Sie von Berlin abfliegen.
Kultur-Höhepunkte
Von den beiden Hotels aus erreicht man in wenigen Minuten die großen Highlights der Hauptstadt: den Alexanderplatz, das vibrierende Zentrum Ost-Berlins mit seinem Fernsehturm, Straßenmusikern und dem geschäftigen Treiben rund um die Weltzeituhr. Nur ein kurzer Spaziergang führt weiter zur Museumsinsel, einem der bedeutendsten kulturellen Zentren Europas. Fünf herausragende Museen bilden hier ein einzigartiges Ensemble, das die Entwicklung der Menschheitsgeschichte anhand weltberühmter Sammlungen erzählt. Das Pergamonmuseum beeindruckt mit monumentalen archäologischen Rekonstruktionen, während das Neue Museum die Büste der Nofretete beherbergt. Im Alten Museum begegnet man klassischer Antike, die Alte Nationalgalerie zeigt Kunst des 19. Jahrhunderts, und im Bode-Museum treffen Skulpturen und Byzantinische Kunst aufeinander. Mit ihren prachtvollen Bauten und vielfältigen Sammlungen ist die Museumsinsel nicht nur ein Ort des Wissens, sondern auch ein architektonisches Juwel mitten in der Spree. Wer die Museen und andere Sehenswürdigkeiten in Berlin günstiger besuchen will, kann dies mit der Berlin WelcomeCard. Sie beinhaltet die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und großzügige Rabatte bei vielen Attraktionen – von Stadtführungen über Theater-Aufführungen bis hin zu Gastronomieangeboten.
Geheimtipps
Und wer in Berlin-Mitte jenseits der touristischen Klassiker unterwegs sein möchte, findet überraschend viele versteckte Orte. Im Haus Schwarzenberg etwa führt ein unscheinbarer Durchgang in einen Hof voller Street-Art, kleiner Ateliers und dem charmant-chaotischen „Kino Central“. Ganz in der Nähe liegt der Dorotheenstädtische Friedhof, eine stille Oase, in der viele große Namen der deutschen Kulturgeschichte ruhen. Ideal für eine Pause im Grünen ist der Invalidenpark – minimalistische Wasserinstallationen treffen hier auf weite Flächen zum Durchatmen und Entspannen. Und zwischen August- und Linienstraße verstecken sich kleine unabhängige Galerien, die oft spannende Gegenwartskunst zeigen. So zeigt Berlin-Mitte, dass sich hinter den belebten Hauptstraßen immer noch viele kleine Geheimtipps verbergen.
Fotos:
©Barbara Altherr und Living Hotels