IMG 7680 Foto Zoller DollererAb 2025 wieder in Österreich

Sabine Zoller

Golling (Weltexpresso) - Freudebekundungen in Österreich, denn 2025 wird wieder ein „Guide Michelin“ im Nachbarland erscheinen. Für die Chefin der Österreich Werbung (ÖW), Astrid Steharnig-Staudinger, ist das eine "große internationale Chance", da "Kulinarikgäste“ zu einer besonders attraktiven Zielgruppe zählen. 

Mit der Wiederaufnahme verbunden ist nun eine spannende Testphase der Restaurants in Österreich, die von Inspektoren und Inspektorinnen des Gastroguides getestet werden. Die internationale Zentrale des Guide Michelin befindet sich in Paris – von dort aus werden die weltweit über 40 Destinationen betreut. Waren bislang lediglich Salzburg und Wien im Guide berücksichtigt, so werden nun in diesem Jahr auch die anderen Bundesländer Österreichs erfasst.

„Die Rückkehr des Guide Michelin ist für viele Gastronomiebetriebe die Gelegenheit das kulinarische Bild Österreichs von Wiener Schnitzel, Apfelstrudel und Kaiserschmarrn zu korrigieren“, so ein österreichisches Gastromagazin. Die letzte die rote Kulinarik-Bibel gab es für Österreich 2009 in Buchform. Damals wurden 469 Betriebe aufgelistet. Darunter auch Andreas Döllerer, der gerade mal wenige Kilometer außerhalb der Salzburger Stadtgrenze im gleichnamigen Restaurant in Golling seine Gäste verwöhnt und im Gault Millau mit 5 Hauben, im Falstaff mit 98 Punkten und im A la Carte mit 99 Punkten bewertet wird. Nach Aussage des Gastromagazins „gast.at“ urteilt der Gourmetkoch: „Bislang sind wir eher ein Fleckerlteppich, weil jedes Bundesland ein eigenes Image pflegt. Gerade ein kleines Land wie Österreich braucht auf der internationalen Ebene klare Botschaften.“ Für besondere Geschmackserlebnisse sorgt Döllerer übrigens auch beim Speiseeis, denn auch hier bedient er den Trend zur Regionalität. Seine Früchte für das Wildfrucht-Eissorbet stammen aus seiner Region, dem Tennengau im Salzburger Land.
Der Bewertung eines Restaurants ist eine komplexe Aufgabe. Es ist mehr, als nur das Essen zu bewerten, denn nach Aussage von Ralf Flinkenflügel, dem Direktor des Guide Michelin D-A-CH folgt die Auswahl der Gerichte dem Ziel, die Fähigkeiten der Küche herauszufordern und die Qualität der Zutaten zu prüfen. Von der Wirtshauskultur, bis hin zur Top-Gastronomie gibt es daher mehr zu entdecken als Kaiserschmarren und Co. Die Gault Michelin Fans dürfen also gespannt auf das Ergebnis 2025 sein.

Foto:
Andreas Döllerer steht in Golling am Herd und präsentiert seine Rezepte auch im eigenen Buch
©Zoller