hesseboobei der Eröffnungsfeier der 75. Frankfurter Buchmesse

      
Redaktion

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Die Rede von Slavoj Žižek bei der Eröffnungsfeier der 75. Frankfurter Buchmesse hat zu starken Reaktionen geführt. Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, hat nach Žižeks Rede spontan das Wort ergriffen und zum Saal des Frankfurter Congresszentrums gesprochen:

„Es ist die Freiheit des Wortes. Und die müssen wir hier stehen lassen, das ist mir wichtig.
Ich glaube, ich kann für diese Gemeinde, und ich möchte es hier als eine Gemeinde bezeichnen, sprechen: Wir verurteilen den Terror. Wir sind Menschen und wir denken menschlich.
Menschlich auf israelischer Seite, auf palästinischer Seite.

Und es ist mir sehr wichtig, dass wir uns alle einig sind in der Verurteilung der Unmenschlichkeit, in der Verurteilung des Terrors. Und ich glaube, Sie sind da alle bei mir. Und ich bin froh, dass wir das hier so aussprechen können. Ich bin auch froh, wenn eine Rede unterbrochen wird. Das muss möglich sein.

Ich bin froh, dass wir die Rede zu Ende gehört haben, auch wenn sie uns nicht gefallen mag.
Auch wenn wir sie sogar verurteilen, es ist wichtig, dass wir uns zuhören.“

Schon bei der Eröffnungspressekonferenz am selben Tag hatte Juergen Boos betont:

„Seit dem 7. Oktober erleben wir einen neuen, schrecklichen Höhepunkt der Gewalteskalation in Israel. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Menschen, die in Israel und Palästina unter dem Terror der Hamas und unter diesem Krieg leiden. Wir sind entsetzt. Bei der Frankfurter Buchmesse geht es immer um Menschlichkeit, im Zentrum steht die menschliche Begegnung. Diese Menschlichkeit ist abermals zerbrochen.“
 
 
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