Hugendubel bereitet in Frankfurt die Leser auf die Buchmesse vor: am Donnerstag, 11. September um 17.30 Uhr

 

Sibylla von Suden

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Das Hugendubelplakat zeigt den nachdenklichen Blick des Autors Burkhard Spinnen und den Buchtitel seines Romans ZACHARIAS KATZ, der im Frankfurter Verlag Schöffling & Co herausgekommen ist.

 

Solche Veranstaltungen haben immer mehrere Funktionen. Die offensichtlichste ist es, den Autor mit seinen Lesern und Leserinnen zusammenzubringen. Es ist nämlich eine alte Erfahrung, daß man Bücher anders liest, wen man den kennt, der sie geschrieben hat. Nun lernt man zwar bei einer Lesung den Schriftsteller nicht unbedingt 'kennen' in dem Sinn, wie das gute Kennen eines Menschen einem viel über ihn sagt. Aber ohne Bedeutung ist es auch nicht, denn beim Lesen seiner Texte offenbart sich ein Autor auf die andere Weise. Meist geht das gut aus, der Schreiber wird einem sympathisch, man schaut in Zukunft ganz anders auf seine Werke, verfolgt, welchen Weg er nimmt und so mancher hat bei einem ganz Jungen nach Jahrzehnten sagen können: Den habe ich schon vor 30 Jahren kennengelernt und gelesen.

 

Burkhard Spinnen ist kein Unbekannter. Der in Mönchengladbach Geborene ist vor allem den Rheinländern ein Begriff. Sein Lebensmittelpunkt ist schon lange die herrliche Fahrradfahrenstadt Münster. Aber zwischendurch war er auch Gastprofessor in Leipzig und hat immer wieder in der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises mitgewirkt. Von 2008 bis 2014 sogar als dessen Juryvorsitzender. Wir kennen Burkhard Spinnen auch aus seiner Arbeit im PEN Deutschland und neben den Romanen auch als Essayist und Journalist in Zeitungen und Rundfunk. Als Wienaffine interessieren uns vor allem seine Herausgeberschaft von Peter Altenburg und Arthur Schnitzler.

 

Fällt Ihnen dazu auch sofort etwas auf? Was die beiden gemeinsam haben, Arthur Schnitzler, der hier viel bekannter ist und Peter Altenburg, der seinerseits in Wien ein literarischer Held war. Gemeinsam verbindet sie, daß sie den Nobelpreis für Literatur nicht erhalten haben. Das nun hätten sie mit sehr vielen Kollegen gemeinsam. Aber Schnitzler und Altenburg verbindet, daß sie diesen Nobelpreis fast erhalten hätten. Sie waren nämlich 1914 alle beide schon zum geteilten Preis nominiert (also nicht zu der Auswahl, sondern als Preisträger), als der Ausbruch des Ersten Weltkrieges dafür sorgte, daß es keinen Preis gab!!! Ewig schade.

 

Zurück zu Burkhard Spinnen. Preise hat er schon viele erhalten, das fing mit dem Aspekte Literaturpreis 1991 an und war mit dem Rheinischen Literaturpreis Siegburg 2008 sicher noch nicht zu Ende. Warum wir diese Lesung anhören wollen, hat aber noch mehr mit dem Verlag zu tun. Ob die Frankfurter wissen, wie viel sie am Verleger Klaus Schöffling haben? Auf jeden Fall neben den von ihm verlegten Büchern auch diese herrliche Frankfurter Einrichtung FRANKFURT LIEST EIN BUCH.

 

Doch das ist eine andere Geschichte und jetzt geht es erst mal um Zacharias Katz. Der ist Journalist und gerät 1914 in die weite Welt und landet in der Karibik. Mehr davon nach der Lesung mit Burkhard Spinnen!

 

INFO:

Burkhard Spinnen, Zacharias Katz, Schöffling & Co

Donnerstag, 11. September 2014, 17.30 Uhr

Eintritt frei

Buchhandlung Hugendubel, Steinweg 12