arch Genius Archaologisches Museum Frankfurt Foto Uwe Dettmar Führung im Archäologischen Museum Frankfurt am 9.  Juni

Hubertus von Bramnitz

Frankfurt am Main (Weltexpfresso) - Zahlreiche religiöse Vorstellungen prägten den Alltag im römischen Nida. Das schlägt sich auch im Fundgut des Ortes nieder. Die Verehrung der Götter unterlag Regeln, die genau zu beachten waren. Half die Gottheit, so vollbrachte man das Opfer und löste sein versprochenes Gelübde gern und freudig ein. Verbindlich zu beachten waren nur der Kaiserkult und die Verehrung des höchsten Gottes Jupiter. In Nida kam das vor allem in den Jupitersäulen und der Dendrophoreninschrift zum Ausdruck. Ansonsten herrschte, wie überall im Römischen Reich, Religionsfreiheit. Aufwändige Steinplastiken bezeugen die Verehrung für Merkur, Juno, Minerva, Herkules und andere römische Götter. Daneben wurden fremde Götter wie Dea Candida, Mithras und Jupiter Dolichenus nachgewiesen.

Die Götterbilder zeigen, dass die Bewohner von Nida tief religiös empfanden und dass nach ihrem Glauben alles durch das Walten der Götter bestimmt war. Der Archäologe Jürgen Hodske nimmt die Besucher auf eine Reise durch die religiöse Vielfalt im römischen Nida.

Die Führung am Sonntag, 9. Juni, 11 Uhr, ist kostenlos. Treffpunkt ist das Museumsfoyer. Der Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist frei. Für Erwachsene gilt der reguläre Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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© stadt-frankfurt, Uwe Dettmar