Eintracht Frankfurt bewältigt Bayer Leverkusen mit 2: 1, Stimmen zum Spiel

Jürgen Schneeberger


Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Diesmal war die Begeisterung nach dem Siegbesonders hilfreich, viele verschiedene Stimmen einfangen zu können und auch die Vertragsverlängerung des eigentlichen Mannschaftskapitäns weiterzugeben.

 

Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen

Ich hatte so das Gefühl, wie am Mittwoch. Ich dachte, jetzt machen wir gleich das 2:1und da hat die Eintracht das Tor gemacht. Trotz der guten Vorbereitung, muss erst mal jedes Spiel gespielt werden. Es wäre jetzt ungerecht zu sagen, dass die Jungs nicht alles geben würden, wenn man die Torchancen wie am Mittwoch oder auch heute vergibt, kann man nur sagen, so ist halt Fußball. Wir müssen versuchen, am Mittwoch einen Dreier einzufahren, damit wir nicht den Zug verpassen. Das Spiel heute hat natürlich wehgetan, das ist ja klar. Wir haben nicht genug gemacht und auch zu wenig Tore geschossen. Wir müssen nachlegen und das so schnell wie möglich.


Bruno Hübner, Sportdirektor von Eintracht Frankfurt

Ich habe heute beim Elfmeter starke Emotionen gehabt und Schiedsrichter Dingert hat mich auf die Tribüne geschickt. Wenn man einen Elfer gibt und dann die Emotionen nicht versteht, zeigt das ja auch nicht von Stärke. Wir wussten, dass die Mannschaft heute eine Trotzreaktion zeigen wird, weil die Enttäuschung letzte Woche sehr groß war. Trotzdem halten wir weiter den Ball flach und freuen uns heute einfach nur.


Bastian Oczipka, Eintracht Frankfurt

Wir waren heute von Anfang an gut im Spiel gewesen. Wir hatten viele Räume gehabt und konnten uns daraus auch viele Torchancen erspielen. Leider hat der letzte Pass gefehlt und trotzdem hatten wir immer gute Aktionen. Wir waren vorm Tor immer gefährlich, aber wir haben nach unserem 1:0 hinten ein bisschen die Orientierung verloren. Nach 15 Minuten hatten wir uns dann wieder gefangen. Wir haben heute verdient gewonnen.




Timothy Chandler, Eintracht Frankfurt

Der Elfer war nicht gerechtfertigt. Julian Brandt tritt mir gegen die Achillessehne und bekommt einen Elfmeter! Aber die Gerechtigkeit hat gewonnen und der Ball ist nicht rein gegangen. Wir freuen uns jetzt, dass wir heute so eine Mannschaft geschlagen haben und wir müssen jetzt in Ingolstadt so weiter machen.



Alex Meier, Eintracht Frankfurt

Es fühlt sich immer gut an, wenn man gewinnt. Aber heute haben wir auch über die 90 Minuten den Sieg verdient. Wir waren super im Spiel und nach 10 Minuten konnte man schon merken, dass es ein gutes Spiel werden würde. Natürlich kann man so ein Spiel auch verlieren, aber heute haben wir verdient gewonnen. Nach dem Leverkusener Ausgleich haben wir uns wieder neu gesammelt und haben unser gutes Spiel weiter gespielt. Zum Glück hat unser Marco Fabián dann das Siegestor geschossen. In unserem Stadion ist die Stimmung immer sehr gut und deswegen war es sehr gut, heute mit den Fans zu feiern. Das waren heute für uns drei ganz wichtige Punkte, aber jetzt müssen wir versuchen, auch von auswärts was mitzubringen.


Marco Fabián, Torschütze zun 2:1

Ich bin sehr glücklich, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte. Aber das wichtigste ist, dass wir heute gewonnen haben. Man muss immer zu hundert Prozent arbeiten und wir müssen uns jetzt direkt nach diesem Sieg auf das nächste Spiel fokussieren. Ich musste lange auf meinen Einsatz warten, aber das Wichtigste ist dabei, Geduld zu haben und nie aufzuhören, an sich zu arbeiten.



Roger Schmidt, Trainer von Bayer 04 Leverkusen

Wir hatten in der 1. Halbzeit sehr viel Ballbesitz, aber die Eintracht hat sehr kompakt gestanden und hat auf Konter gelauert. In der 2. Halbzeit ist eine andere Dynamik ins Spiel gekommen. Wir mussten das 1:0 hinnehmen, hatten dann auch eine gute Antwort gefunden und selber die Chance gehabt, um das 2:1 zu erzielen. Die Eintracht hatte heute die höhere Effizienz bei den Torabschlüssen, die uns im Moment fehlt. Frankfurt hat sich den Sieg verdient, sie haben leidenschaftlicher gekämpft. Es war ein sehr interessantes Spiel, leider mit einem enttäuschendem Ausgang für uns.


Niko Kovac, Trainer von Eintracht Frankfurt

Nach unserer Führung sind wir ein wenig fahrlässig gewesen. Wir haben dann zu recht das 1:1 kassiert. Danach haben wir auf offensiv gewechselt, weil wir uns gesagt haben, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Dann haben wir uns auch viele Chancen erspielt und konnten dann auch das 2:1 machen. Ich bin sehr mit meiner Mannschaft zufrieden und ich freue mich jetzt, die Mannschaft in den nächsten Tagen auf das kommende Spiel vorzubereiten.



Zum Spieler Marco Russ

Eintracht Frankfurt und Marco Russ unterzeichnen Vertragsverlängerung

Eintracht Frankfurt hat den bis zum 30.06.2017 laufenden Vertrag mit dem 31 Jahre alten Verteidiger vorzeitig um zwei Jahre bis zum 30.06.2019 verlängert. Marco Russ unterschrieb den Vertrag vor dem Anpfiff des heutigen Bundesliga-Heimspiels gegen Bayer 04 Leverkusen. Der an Krebs erkrankte Spieler hofft, dass er Anfang des neuen Jahres wieder mit der Mannschaft trainieren kann.


Marco Russ: „Jeder der mich kennt, weiß, dass ich, mit Ausnahme eines kurzen Abstechers nach Wolfsburg, seit 1996 für die Eintracht spiele und ich freue mich und bin stolz darauf, noch bis 2019 weiterspielen zu können. Ich danke dem Vorstand und dem Trainer, die mir in meiner derzeitigen Situation das Vertrauen geschenkt haben.“


Bruno Hübner: „Wir wissen, was wir an Marco haben und es war für uns klar, dass wir mit ihm verlängern möchten. Er ist ein Spieler, dessen Meinung nicht nur auf dem Platz gefragt ist, sondern auch jungen Spielern mit Rat und Tat hilft, sich bei uns einzugewöhnen. Marco ist ein vorbildlicher Profi mit der richtigen Einstellung und ein Eigengewächs von Eintracht Frankfurt. Jetzt wünschen wir ihm aber zunächst alles Gute für seine weitere Genesung.“   

 

Foto: von links nach rechts: Eintrachttrainer Niko Kovac, Pressechef Carsten Knoop, Bayertrainer Roger Schmidt (c) Jürgen Schneeberger