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Serie: Die anlaufenden Filme in deutschen Kinos seit Mittwoch, 17. Mai 2023, Teil 4

Romana Reich

Paris (Weltexpresso) – Das muß mal einer ASTERIX und OBELIX nachmachen, trotz neuer Besetzung der beiden gefährlichen Gallier, mit Guillaume Canet als Asterix und Gilles Lellouche als Obelix, was angesichts des bisherigen Obelix durch Gérard Depardieu  keine Kleinigkeit ist und obwohl diesmal der Film nicht dem Comic folgt, sondern umgekehrt, stellt sich das gewisse AsterixundObelixgefühl ein, für das dann auch gilt, daß man trotz des Ausflugs ins ferne China irgendwie schon alles kennt.

Es ist der fünfte Film, wenn man die Comics ausschließt und immerhin ist es schon 11 Jahre her – man denkt, es sei gestern gewesen -, daß Obelix zum vierten Mal von Gérard Depardieu buchstäblich verkörpert wurde in „Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät“. Währenddessen ist nun Guillaume Canet schon der dritte Asterix und gleichzeitig der Regisseur.

Der Film ist also ein Muß für alle Fans. Das muß man nicht schreiben. Das wissen die eh. Und für die anderen geht’s jetzt nach China. Denn natürlich muß es einen Grund geben, warum dies kleine Dorf in Gallien nach China aufbricht, denn die Eroberungen und Kolonisierungen Asiens kommen ja mit den Schiffsfahrten erst im späten Mittelalter. Wir aber sind zur Römerzeit so rund um 50 v.Chr. und es spielen sowohl Cäsar wie auch Kleopatra eine große Rolle.

Fangen wir mit China an. Wie immer haben es Frauen schwer. Als Herrscherinnen noch mehr. Die Kaiserin von China (Lint-Dan Pham) ist von dem aufständischen Fürsten Deng-Tsin Qins (Bun-Hay Mean) entmachtet und eingesperrt worden. Doch es gelingt ihrer Tochter nach Gallien zu fliehen und dort um Hilfe zu bitten.

Aber auch Julius Cäsar (Vincent Cassel) will nach China, Erstens hat er sich mit dem fiesen Kerl verbündet und zweitens denkt er doch gar nicht daran, nach seinem militärischen Erfolg in China dem Fiesling das Reich zu überlassen, das ihm gebührt. Außerdem steht er gerade vor der aufmüpfigen und arroganten Kleopatra schlecht dar. Ihr ein Reich zu Füßen zu legen, könnte sie vielleicht gewogen machen. Doch, diese Szenen genießt Cassel und wir mit ihm, wenn er der Schönheit, die Haare auf den Zähnen hat, seine eigenen zeigt. Aber nur in Gedanken und seinem Renommee, wenn er China erobert hat.

Und damit auch nichts schief geht, wird der besonders grausame Heerführer Cajus Antivirus (haha: Fußballikone Zlatan Ibrahimović, der aber auch einen Fußballhingucker schafft ) die Legionen führen.

Natürlich sind die Schlachtszenen zum Fürchten, bzw. zum Lachen, aber die eindrucksvollsten Szenen sind die im alten China, wenn die Märkte lebendig werden, uns die abenteuerlichsten Typen uns vor Augen kommen und vor allem, wenn Martial-Arts zum Einsatz kommt und richtig tolle Körperspiele über die Leinwand tanzen.

Wie es ausgeht? Natürlich siegen die Gallier in Person von Asterix und Obelix, denen das gelingt, das haben wir verschwiegen, weil Asterix beim Zaubertrank zu große Schlucke nimmt, was Obelix so befeuert, daß er ein Gefährt, das nach der alten Ente, dem 2CVCitroën aussieht.

Wir haben viele Personen ausgelassen, viele Szenen auch, denn in diesem film passiert nicht zu viel und gibt es nicht zu wenige Personen, sondern von beidem das Gegenteil.

PS.
Eigentlich sollten die Filmaufnahmen in China stattfinden und man erhoffte sich auch, daß der Film in China viel Geld einspielt. Aber dort ist er verboten, heißt es, und gedreht wurde er eben auch nicht dort. Corona tat dann ein übriges.



Foto:
©Verleih

Info:
Mit Guillaume Canet, Gilles Lellouche, Marion Cotillard, Vincent Cassel sowie Pierre Richard und Zlatan Ibrahimović
Regie: Guillaume Canet
Drehbuch: Philippe Mechelen, Julien Hervé