Serie: Die anlaufenden Filme in deutschen Kinos vom Donnerstag, 12. Februar 2026, Teil 

Redaktion

Berlin (Weltexpresso) - 


Veränderung innerhalb der Familie Wenger zum Rollen.“ Am meisten davon getroffen
wird Vater Hannes, der wie zu seinem Sohn auch zu seiner Tochter ein eigentlich gutes
Verhältnis hat. „Aber die Eltern sind eben älter geworden – ebenso die Kinder. Carla
ist total gut aufgewachsen, hat einen Papa, der immer da war, sich immer gekümmert
hat, der selbstverständlich ist. Aber er kann nicht aufhören, Carla als sehr kleines Kind
anzusehen, auf das er aufpassen muss… Das beginnt, die 21-jährige Carla auf die
Palme zu bringen. Sie liebt ihren Vater, macht aber die Ansage, dass sich dringend
etwas ändern muss.“
Abgerundet wird das Ensemble durch Judith Bohle, die Vanessa, den neuen Love
Interest von Hannes Wenger, spielt, und Nilam Farooq, die man fast schon als
Stammschauspielerin von Sönke Wortmann bezeichnen kann. „Wenn Sönke ruft, bin
ich da. Ich habe ihm viel zu verdanken. Er ist fantastisch. Sein größtes Talent ist: Er
hat eine klare Vorstellung davon, was er möchte. Das fängt beim Buch an, geht über
die Besetzung und dann über den Dreh. Die Arbeit mit ihm ist immer angenehm.“ In
DIE ÄLTERN spielt Farooq die neue Direktorin von Nicks Schule. „Das ist sehr lustig:
Ich habe bei Sönke als Studentin angefangen in ,Contra‘, habe mich zur Lehrerin
hochgearbeitet in ,Eingeschlossene Gesellschaft‘ und bin jetzt Schuldirektorin“, so
Nilam Farooq schmunzelnd.
Jan Weiler ist über den Cast von DIE ÄLTERN glücklich: „Es sind alles fantastische
Schauspieler und es ist spannend, wenn man diesen Profis dabei zusehen darf, wie
sie etwas zu Leben erwecken, was man sich vor langer Zeit ausgedacht hat. Das ist
wie bei einem Pool-Tier, das man aufbläst, und noch nicht ganz sicher ist, was da mal
für eine Form draus wird. Diese Gestalt-Werdung ist ein schöner Moment.“
Dreharbeiten ohne Älternaufsicht
Hannes: „Weißt du, keiner sagt dir vorher, wann es vorbei ist. Das kommt einfach
irgendwann. Sie gehen, einfach so. Gestern ziehst du ihnen noch Schwimmflügelchen
an und am nächsten Tag winken sie dir mit ihrem ersten Mietvertrag zu. Und du bist
draußen. Für mich kam das zu früh. Oder es hätte mich jemand darauf vorbereiten
müssen.“
Die Dreharbeiten von DIE ÄLTERN fanden im Frühling 2025 in Hamburg statt. Ein
kleiner Anteil entstand in Köln. Die Produzenten bezeichnen Hamburg als Drehort als
Geschenk. „Das sage ich nicht, weil ich hier wohne, sondern weil ich wirklich ein großer
Fan von der Stadt als Location bin“, so Nurhan Şekerci-Porst. Die Unterstützung, auch
was Drehgenehmigungen betrifft, sei großartig gewesen. „In Hamburg fühlt man sich
immer Willkommen“, bestätigt Sönke Wortmann. Motive waren unter anderem das
architektonisch beeindruckende Johanneum, ein humanistisches Gymnasium, das im
Film als Nicks Schule dient, sowie die Bartholomäustherme, in der die Szene im
Schwimmbad entstand, wo Hannes wieder auf Vanessa trifft. „Auch das Familienhaus
der Wengers haben wir nicht weit entfernt gefunden, im Stadtteil Volksdorf. Für eine
Produktion ist es immer gut, wenn alles sehr dicht beieinander liegt. Natürlich haben
die Motive atmosphärisch auch hervorragend in den Film gepasst“, so Şekerci-Porst.
Unwägbarkeiten oder Herausforderungen gab es keine mit einem erfolgreichen
Routinier wie Sönke Wortmann und ebenso erfahrenen Produzenten wie Christoph
Müller und Nurhan Şekerci-Porst im Lead. Sönke Wortmann formuliert es so:
„Herausforderungen gibt’s beim Film immer – aber bei DIE ÄLTERN waren es nicht
mehr und nicht weniger als bei anderen Filmen auch. Wir sind ein eingespieltes Team.
Deswegen sind auch keine Probleme aufgetaucht.“ An der Kamera arbeitete
Wortmann nach „Der Spitzname“ wieder mit Andreas Berger zusammen. Kostüm- und
Szenenbild lagen in der Verantwortung der erfahrenen Kollegen Petra Kilian (zuletzt
u.a. „Donkey Days“ und „Grüße vom Mars“) und Thomas Freudenthal, der mit
Wortmann bei den frühen Hamburg-Filmen „Der Campus“ und „St. Pauli Nacht“
zusammenarbeitete.
Die Musik steuerte der renommierte Musiker und Komponist Helmut Zerlett bei, der
bereits für Wortmanns erfolgreiche „Namen“-Reihe den passenden Sound fand, und
für den Schnitt holte Sönke Wortmann mit Martin Wolf ebenfalls eine verlässliche und
ihm vertraute Kreativkraft an Bord (u.a. „Contra“, „Der Vorname“). Zur Auswahl der
Head of Departments sagt Wortmann: „Ich besetze diese Positionen mit Leuten, die
ich fachlich und menschlich einordnen kann und von denen ich weiß, dass sie ähnlich
ticken wie ich. Dann muss ich mir auch keine Sorgen machen, wen die wiederum in
ihr Team holen. Denn stimmt das menschliche Miteinander auf Ebene der HoDs,
stimmt sie auch in deren Teams. So lässt sich gut und harmonisch arbeiten.“
Die Stimmung am Set und zwischen den Teammitgliedern hätte tatsächlich nicht
besser sein können. Sebastian Bezzel, der zum ersten Mal mit Sönke Wortmann
gearbeitet hat, hebt neben dem großen Erfahrungsschatz seines Regisseurs auch
dessen große Ruhe und Coolness hervor: „Er weiß genau, was er will. Er spricht immer
ruhig, sagt auch nicht zu viel. Das war toll! Alle Departments waren mit sehr erfahrenen
Leuten besetzt. Es waren sehr entspannte Dreharbeiten – wobei entspannt nicht heißt,
dass wir nicht konzentriert bei der Sache waren. Das waren wir nämlich!“, so Bezzel.
Auch die Arbeit mit seinen Kollegen vor der Kamera habe großen Spaß gemacht. „Ich
bin über die Besetzung ganz glücklich. Anna Schudt, ,unsere Kinder‘ Philip Müller und
Kya-Celina Barucki, Judith Bohle als meine neue Flamme… Einfach super.“
Wie Sebastian Bezzel stand auch Anna Schudt bei DIE ÄLTERN zum ersten Mal für
Sönke Wortmann vor der Kamera. Die Schauspielerin schwärmt: „Sönke ist so
entspannt. Er ist eben ein alter Hase im Filmgeschäft. Man kann sich komplett auf ihn
verlassen, ist bei ihm gut aufgehoben. Er weiß, wie er was will, und selbst weiß man,
dass es gut wird. Er hat ein total genaues Gespür, lässt einen als Schauspieler aber
durchaus auch machen. Er nimmt, was da ist und verwandelt es in das, was er möchte.
Das ist eine große Kunst. Er ist mit Langmut und Freude bei der Arbeit und es ist ein
Genuss, mit ihm zu drehen.“ Schudt bekräftigt auch, dass die Chemie ebenso
zwischen den Ensemblemitgliedern stimmte, vor allem zwischen ihr und ihrem Film-
Ehemann Sebastian Bezzel. Für beide ist es das erste gemeinsame Projekt.
„Sebastian und ich haben als Hannes und Sara sehr gut gematcht. Man kann sich mit
Sebastian sehr amüsieren.“ Kya-Celina Barucki und Philip Müller beschreiben die
Zusammenarbeit mit ihren Filmeltern Anna Schudt und Sebastian Bezzel als „sehr
lebendig“: „Wir waren wirklich eine tolle Familie. Die Atmosphäre war offen und locker.
Es hat großen Spaß gemacht.“
Die Arbeit mit den Schauspielern ist für Sönke Wortmann der schönste Aspekt seines
Berufs als Regisseur. Seine Vorgehensweise sei immer die gleiche: „Ich finde den
Prozess der Besetzung entscheidend. Wenn man die richtigen Leute besetzt, muss
man nicht mehr viel tun, man lässt sie einfach spielen und passt nur auf, dass der Text
so bleibt, wie man ihn kurz vor Drehbeginn festgelegt hat. Der Rest ist pures
Vergnügen.“ Christoph Müller, der mit Sönke Wortmann bereits sieben Filme
gemeinsam realisiert hat (DIE ÄLTERN inklusive) und den Regisseur entsprechend
gut kennt, hält das Table Reading, das Wortmann im Vorfeld eines jeden Drehs abhält,
für entscheidend: „Da ist der Drehbuchautor dabei und wirklich alle Schauspieler, auch
die, die nur fünf Sätze sagen. Das ist ein wichtiger Tag für Sönke, weil man hier ein
Gefühl für den Film bekommt, den Spirit, die Energie des Ganzen spürt. Es können
Ideen eingebracht werden, man diskutiert darüber, Sönke nimmt sie entweder auf,
oder verwirft sie… es ist ein sehr lebendiger Prozess. Der Tag ist eine gute
Vorbereitung und schafft Vertrauen.“
Die Authentizität, die bereits durch das Drehbuch von DIE ÄLTERN gegeben war, hat
sich wunderbar in die Inszenierung übertragen. „Wie oft bei Sönke Wortmanns Filmen
hat man den Eindruck, man sitzt mit den Leuten im Wohnzimmer. Es ist einfach richtig
echt“, findet Philip Müller. Kya-Celina Barucki konnte ihr Glück, nach „Der Spitzname“
so schnell wieder mit Sönke Wortmann arbeiten zu dürfen, gar nicht fassen. „Ich bin
von dem Dreh damals richtig beseelt rausgegangen. Es war die tollste Regiearbeit, die
ich erlebt habe. Ich habe von Sönke so viel mitgenommen und gelernt. Bezeichnend
ist, dass da jemand ist, der so genau weiß, was er will, und dabei eine liebevolle, ruhige
Art ausstrahlt, die sich auf das gesamte Team überträgt. Sönke ist unfassbar
wertschätzend gegenüber der Arbeit der anderen. Das ist so bestärkend!“ Dem stimmt
Philip Müller zu. An einem von Sönke Wortmann geführten Set lässt es sich einfach
gut arbeiten: „Es geht sehr diszipliniert und strukturiert zu. Alle fokussieren sich aufs
Projekt.“
Die Disziplin und Strukturiertheit an Wortmanns Set unterstreicht auch Produzent
Christoph Müller: „Ich kenne viele Regisseure, die sieben, acht, neun Takes machen.
Bei Sönke gibt es manchmal nur zwei. Das wissen die Schauspieler, die mit ihm
arbeiten, irgendwann. Diese zwei Takes müssen ins Tor schießen. Das ist eine Win-
Win-Situation für alle: Die Schauspieler geben nämlich von Anfang an ihr Bestes, das
Drehteam hat immer pünktlich Feierabend und die Produktion bleibt im Zeit- und
Budgetrahmen.“
Die Freude am Set mit den Darstellern und Team war auch bei Sönke Wortmann
gegeben. So richtig happy kann er als Regisseur allerdings erst sein, wenn der Film
im Kino ist und die Leute zuhauf reingehen und zufrieden rauskommen. „Erst dann bin
ich happy. Aber die Dreharbeiten haben natürlich auch mir Spaß gemacht. Es war toll,
dass ich mit diesem fantastischen Team vor wie hinter der Kamera in Hamburg drehen
durfte.“
Älter und sicher auch ein Stück we