Die Wehrmachtsausstellung und ihre Folgen. Filmreihe im Kino des Deutschen Filmmuseums, 1. bis 8. November

Siegrid Püschel

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Die Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944, die 1995 in Frankfurt gezeigt wurde, zerstörte einen Gründungsmythos der Bundesrepublik. Sie zeigte die Beteiligung der Wehrmacht am systematischen Völkermord des NS-Regimes.

Begleitend zu einer Konferenz im Haus am Dom am Freitag, 4., und Samstag, 5. November 2016, die sich rückblickend mit dieser Ausstellung und der sie begleitenden Debatte beschäftigt, sind im Kino des Deutschen Filmmuseums zwei thematisch passende Filme zu sehen.



Dienstag, 1. November, 18 Uhr
JENSEITS DES KRIEGES
Österreich 1996. Regie: Ruth Beckermann
Dokumentarfilm. 117 Min. 35mm


Weißgekachelte Räume, Neonlicht, an den Wänden Schwarzweiß-Fotografien der Ausstellung „Vernichtungskrieg während ihrer Station in Wien. Vor diesem Hintergrund führte Ruth Beckermann Interviews mit ehemaligen Soldaten über ihre Erlebnisse während der Zeit des Krieges. Ein kompromissloser Film über Erinnerung und Vergessen.
Einführung: Alfons Arns (Filmwissenschaftler)



Dienstag, 8. November, 18 Uhr
DER UNBEKANNTE SOLDAT
Deutschland 2006. R: Michael Verhoeven
Dokumentarfilm. 100 Min. 35mm


Die Ausstellung „Vernichtungskrieg über die Verbrechen der Wehrmacht im Osten war für Michael Verhoeven der Ausgangspunkt seines Dokumentarfilms DER UNBEKANNTE SOLDAT. Anhand von Interviews mit Augenzeugen und Historikern verfolgt der Film die Spuren der Wehrmacht bis in die Ukraine und nach Weißrussland und fragt nach der Beteiligung der Soldaten an den Pogromen.
Einführung: Daniela Kalscheuer (Haus am Dom)

 

Foto: Der unbekannte Soldat (c) dfm


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