dk breslauNationale Minderheiten und Communities zwischen Breslau und Berlin«, Vortrag & Podiumsgespräch, Donnerstag, 15. Oktober in Breslau

Klaus Hagert

Berlin (Weltexprfesso) - Seit eh und je ist die kulturelle und konfessionelle Vielfalt ein Markenzeichen Breslaus/Wrocławs. Um 1900 galt die Stadt als wichtiges Zentrum der Ansiedlung für deutsche, polnische und jüdische Migranten, was zu einer einmaligen kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Blüte führte. Der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg setzten dieser Entwicklung ein jähes Ende.

Um Minderheitenkonflikte in Zukunft zu vermeiden, wurde im Nachkriegspolen ein ethnisch homogener Nationalstaat eingerichtet und mittels Zwangsumsiedlung und Assimilation durchgesetzt. Erst seit 1989 dürfen sich Minderheiten in Polen organisieren. Seit 1997 sind ihre Rechte in der Verfassung verankert. Breslau gilt heute wieder als eine offene und tolerante Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Sprache leben. Es knüpft damit quasi an seine multikulturelle Vergangenheit an. Die Veranstaltung möchte die Lebenswelten der deutschen und ukrainischen Minderheit und Community in Breslau, ihre Rolle in der Mehrheitsgesellschaft und ihre Präsenz im öffentlichen Diskurs thematisieren. Dabei wird auch ein Blick über die Grenze geworfen – zu den in Deutschland lebenden Polen und Sorben.

OPENHEIM
Salon Herz
Plac Solny 4
50-060 Wrocław
Polen


Programm:

»Wie man unsichtbar und dann wieder sichtbar wird? Polinnen und Polen in Deutschland, eine komplizierte Geschichte« - Vortrag von Prof. Dr. Oliver Loew, Deutsches Polen-Institut, Darmstadt

Anschließend Diskussion mit Małgorzata Chilkiewicz (Stiftung Kalejdoskop Kultur), Bogna Koreng (MDR-Studio Bautzen), Prof. Dr. Peter Oliver Loew und Artem Zozulia (Stiftung Ukraina)

Moderation: Dr. Magdalena Gebala, Deutsches Kulturforum östliches Europa

Die Veranstaltung findet in deutscher und polnischer Sprache statt und wird simultan gedolmetscht.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die planmäßige Durchführung dieses Terminangebots steht unter dem Vorbehalt möglicher Einschränkungen durch staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie. Etwaige Änderungen teilen wir schnellstmöglich auf unserer Website und via E-Mail mit. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern ist verpflichtend.

Foto:
© Festival »Kalejdoskop Kultur« in Breslau/Wrocław, 2019/Foto: Sławek Przerwa

Info:

Nationale Minderheiten und Communities zwischen Breslau und Berlin«, Vortrag & Podiumsgespräch, Donnerstag, 15. Oktober 2020, 18:30 Uhr
Eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung OP ENHEIM und des Deutschen Kulturforums östliches Europa