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Claudia Schulmerich
Karlsruhe (Weltexpresso) – Das ist das intellektuelle sowie künstlerische Problem am Jugendstil, daß man, wenn man einmal mit den Grundlagen seiner Entstehung und den unterschiedlichen Formen, zu denen er gefunden hat, angefangen hat, kaum aufhören kann. In der Ausstellung werden Sie zu allem, was jetzt kommt, auch Beispiele in Form von Skulptur, Gemälde, Zeichnung, Schmuck, Keramik, Kleider, Hüte, und auch Möbel , Bühnenbilder und die Architektur, ganze Häuser, ja Häuserfluchten, die drei Letzteren jedoch nur auf Fotografien und auf dem Bildschirm.
Das heißt nichts anderes, als daß der Jugendstil im Sinne des Wortes, den Stil für alle Lebensbereiche vorgab, es war, wenn wir das ernst nehmen, der letzte Stil, der es unternahm, einem Zeitalter – hier 20-30 Jahre – den ästhetischen Stempel aufzudrücken, so wie es den Barock gab, auch das Rokoko und viele
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Als in den Siebzigern der Jugendstil eine neue Karriere startete, auf den Flohmärkten die scheußlichsten Vasen neben den schönsten standen und überhaupt Kleinmöbel in Form von Stelen für Blumentöpfe und anderes Brauchbare uns massenhaft vor Augen kamen, haben wir zumindest ein wunderschönes Fischbesteck in reinstem Jugendstil erworben, Bilder auch, und auch ein . Es gab sozusagen nichts, was dem Gegenstand nicht ästhetisch den Jugendstil auftrumpfte, was einfach für das Einverständnis einer großen Anzahl von Menschen mit diesem Stil spricht, denn auch er unterlag und unterliegt dem kapitalistischen Marktgeschehen. Doch, da sprechen wir von Massenware. Die werden Sie in dieser Ausstellung nur selten sehen, um so stärker fällt er auf
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Noch rasch ein Wort zur Kooperation, die zu dieser Ausstellung führte. Es haben sich das Badische Landesmuseum zusammengetan mit dem uns unbekannten Allard Pierson – Sammlungen der Universität von Amsterdam und dem Braunschweigischen Landesmuseums. Das ist verständlich, angesichts des konkurrierenden Marktes von Ausstelllungenobjekten, sprich Ausleihen. Wenn das Frankfurter Städel aufgrund seiner Museumsqualität eigentlich alle transportfähigen Kunstwerke zur Ausleihe erhält, haben es kleinere Institutionen schwer. Sicher hilft ein Zusammenschluß insofern,a ls drei Museen erstens mehr Material aus eigenen Beständen zusammenbringen, aber auch eher Leihgaben aus anderen Häusern bekommen.
Forsetzung folgt
Fotos:
©Badisches Landesmuseum
©latvia.travel
© Sir Edward Burne-Jones und William Morris, Wirkteppich „Der Pilger im Garten oder das Herz der Rose“, Entwurf: London, vor 1896, Ausführung: Merton Abbey, London, 1901, Unikat, Wolle, Baumwollkette, Seide, gewirkt, gestickt, Badisches Landesmuseum © Badisches Landesmuseum, Foto: Th. Goldschmidt
Info:
18.12.2021 –19.6.2022
„Göttinnen des Jugendstils“
Sonderausstellung, Schloss Karlsruhe
Di – So, Feiertage 10 – 18 Uhr,
25. und 31.12. geschlossen, 1.1. ab 13 Uhr geöffnet
12 Euro, erm. 9 Euro, Kinder 4 Euro
www.landesmuseum.de
Es gibt einen Katalog, den wir noch vorstellen
©Badisches Landesmuseum
©latvia.travel
© Sir Edward Burne-Jones und William Morris, Wirkteppich „Der Pilger im Garten oder das Herz der Rose“, Entwurf: London, vor 1896, Ausführung: Merton Abbey, London, 1901, Unikat, Wolle, Baumwollkette, Seide, gewirkt, gestickt, Badisches Landesmuseum © Badisches Landesmuseum, Foto: Th. Goldschmidt
Info:
18.12.2021 –19.6.2022
„Göttinnen des Jugendstils“
Sonderausstellung, Schloss Karlsruhe
Di – So, Feiertage 10 – 18 Uhr,
25. und 31.12. geschlossen, 1.1. ab 13 Uhr geöffnet
12 Euro, erm. 9 Euro, Kinder 4 Euro
www.landesmuseum.de
Es gibt einen Katalog, den wir noch vorstellen