Sabine Zoller
Karlsruhe (Weltexpresso) - Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe befassen sich im 200. Todesjahr des Karlsruher Architekten und Stadtbaumeisters Friedrich Weinbrenner, mit den Themen Architektur und Stadtraum. Unter dem Motto „Lightyard Stories: Visionen urbaner Lebensräume“ feiern die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe die herausragende Architektur der UNESCO City of Media Art Karlsruhe und das Leben und die Kultur, die sie hervorbringt.
Die von der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH veranstalteten SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe, die seit dem Stadtgeburtstag 2015 in zehn Spielzeiten fast drei Millionen Besucherinnen und Besucher vor dem Karlsruher Schloss begeistert haben, werden auch 2026 wieder als künstlerisches Sommer-Highlight Baden-Württembergs weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus strahlen.
„Architektur ist nicht nur die Konstruktion von Gebäuden, sondern auch die Räume dazwischen: die Straßen, Parks, Plätze und Lichthöfe“, sagt Alistair Hudson, wissenschaftlich-künstlerischer Vorstand des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe und Mitglied des Kuratoriums der SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe. „Dies sind die Begegnungsräume, wo wir mit Bekannten und Unbekannten in Kontakt kommen und wo sich verschiedene Kulturen und Lebensweisen vermischen. Das ist die Essenz einer blühenden Stadt. In diesem Sinne versammeln wir uns vor dem Schloss und den Visionen dieser Künstler:innen, um die Freude am urbanen Leben zu feiern“, so Hudson weiter.
Die ersten drei Shows, die im Sommer 2026 auf dem Karlsruher Schloss zu sehen sein werden, stehen bereits fest. Es sind die Arbeiten der Gewinnerinnen und Gewinner des BBBank Awards im Projection Mapping, der zum sechsten Mal ausgeschrieben wurde. Aus insgesamt 118 Konzepten, die von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt eingereicht wurden, entschied sich die Jury des BBBank Awards für drei Werke aus Tschechien, Singapur und Indien, die nun mithilfe der Preisgelder bis zum Sommer realisiert werden. Gewonnen haben Henry Hu (Singapur) mit „MIRΔGE“, Studio Moebius X Three Oscillators (Indien) mit„RE:STRUCT“ und Metanoia (Tschechische Republik) mit „Metabolism“.
„Die enorme Beteiligung von 118 Einreichungen beim BBBank Award hat mich tief beeindruckt“, sagt Oliver Lüsch, Vorsitzender des Vorstands der BBBank eG. „Die prämierten Beiträge aus Tschechien, Singapur und Indien zeigen beispielhaft, welch außergewöhnliches künstlerisches Niveau im Projection Mapping erreicht wird. Ich freue mich sehr darauf, diese stimmungsvollen Arbeiten im Sommer 2026 bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN Karlsruhe erleben zu dürfen“, so Lüsch weiter.
Am Premierenabend am 13. August haben die Besucherinnen und Besucher erneut die Möglichkeit, aus den drei Prämierten über den Gewinner des mit 5.000 Euro dotierten BBBank-Public Award abzustimmen.
Studio Moebius X Three Oscillators: RE:STRUCT
Für Nikunj Patel und Brij Dalviaus Mumbai verkörpert das Schloss Geschichte, Beständigkeit und Erinnerung. Sein Mapping RE:STRUCT gestaltet die Fassade sowohl monumental als auch detailreich. Anorganische Materialtexturen wie Beton, Glas, Stein und Metall kombiniert er mit Farben, die wir mit Baustellen assoziieren und die für den Wandel stehen. RE:STRUCT dekonstruiert Architektur und befasst sich mit der Fähigkeit einer Stadt, sich flexibel anzupassen.
Metanoia: METABOLISM
Können Licht, Struktur und Bewegung als Spiegelbild der urbanen Gesellschaft verstanden werden? Mit dieser Frage setzt sich das Duo METANOIA (Jakub Nosek und Julie Tampierová) aus der Tschechischen Republik in seiner Arbeit METABOLISM auseinander. Metabolismus ist eine radikale futuristische Architekturphilosophie, die im Japan der Nachkriegszeit entstand und die Stadt als organisches, flexibles System versteht.
Henry Hu: MIRΔGE
Eine Stadt atmet, verformt sich und erfindet sich neu. Henry Hu aus Singapur spielt in MIRΔGE mit ikonischen Formen der Stadt und verwandelt das Schloss in eine lebendige Illusion, in der Architektur schmilzt, zerbricht und sich neu formt. Der städtische Raum fließt und wechselt zwischen Struktur und Traum, Ordnung und Fantasie.
Alle drei Gewinner-Konzepte, die mit ihren unterschiedlichen Bildwelten die Vielfalt des Projection Mappings zeigen, erhalten den BBBank Award und je 15.000 Euro Preisgeld, um ihre Ideen in Shows für die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe 2026 umzusetzen, die vom 13. August bis zum 13. September 2026 allabendlich auf der Fassade des Karlsruher Schlosses zu sehen sein werden.
Foto:
Schloss Karlsruhey
©Sabine Zoller
Info:
Grafiken der drei Gewinner-Shows, die Sie gerne unter Angabe der Künstler- und Shownamen zur Berichterstattung nutzen können, finden Sie unter https://cloud.karlsruhe-event.de/s/nx2j5AcdiAJStit
www.schlosslichtspiele.info