europaWorkshops zum Deutsch-Polnischen Geschichtsbuch »Europa – unsere Geschichte«, 10. -12. 11.  in Polen, 18. -22. 11. in Deutschland

Katharina Klein

Leipzig (Weltexpresso) - Geschichte prägt uns und beeinflusst die Interpretation und das Verständnis aktueller Ereignisse. Sie ist keine eindeutige, eindimensionale und in sich geschlossene Erzählung. Aus diesem Grund finden verschiedene Projekte zum polnisch-deutschen Geschichtsbuch »Europa. Unsere Geschichte« mit dem Ziel statt, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Geschichtsunterricht auf beiden Seiten aufzuzeigen und zu verstehen.

»Transnationaler Geschichtsunterricht« und »Geschichte im Dialog« −
deutsch-polnische Workshops für Lehrer/-innen, Schüler/-innen und Multiplikator/-innen

Fr, 10.11., bis So, 12.11.2023 in Kreisau/Krzyżowa
Ort: Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung/Fundacja »Krzyżowa« dla Porozumienia Europejskiego, Krzyżowa 7, PL−58-112 Grodziszcze

Sa, 18.11., bis Mi, 22.11.2023 in Leipzig
Ort: Polnisches Institut Berlin − Filiale Leipzig, Markt 10, 04109 Leipzig

Der Workshop »Transnationaler Geschichtsunterricht. Wie wird Geschichte in Polen, Deutschland, der Ukraine und anderen europäischen Ländern unterrichtet?« in Kreisau/Krzyżowa richtet sich an polnische und deutsche Lehrkräfte, die jeweils zwei Schüler mitbringen dürfen, die wiederum als Multiplikatoren in ihrer Klasse/Schule dienen sollen. Anhand des gemeinsamen Lehrbuchs »Europa. Unsere Geschichte« sollen bewährte Unterrichtspraktiken auf polnischer und deutscher Seite ausgetauscht werden. Darauf folgt die Vorbereitung und Aufzeichnung einer Modellschulstunde zum gemeinsamen Schulbuch sowie ein anschließender Austausch und Diskussionen über die Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Lehrkräften im Rahmen der gemeinsamen Schulbuchkommission.

Der Workshop »Geschichte im Dialog« in Leipzig bildet einen Rahmen, in dem wir den Herausforderungen, die sich aus den unterschiedlichen Sichtweisen ergeben, begegnen werden. Eine zweisprachige und bikulturelle Gruppe von Lehrkräften und Mitarbeiter/-innen aus der außerschulischen Jugendarbeit aus Deutschland und Polen bildet ein Umfeld, in dem ein multiperspektivischer Blick auf die Geschichte sowie Verständnis für die Sichtweisen Anderer ermöglicht wird. Arbeitsgrundlage bildet auch hier das Lehrbuch »Europa. Unsere Geschichte«, das von der gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission erarbeitet wurde. Dort werden verschiedene Erinnerungskulturen berücksichtigt. Programmpunkte sind unter anderem: Auf den Spuren der Friedlichen Revolution 1989, „Zivilcourage − Heimatkunde 1985“: eine Unterrichtsstunde im Schulmuseum Leipzig, Stadtspiel zu polnischen Spuren in Leipzig, Begegnung mit Zeitzeugen sowie Arbeit in gemischten Gruppen an Unterrichtsentwürfen.

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Info:
Programm und Anmeldung siehe hier: https://dpjw.org/wp-content/uploads/2023/07/Einladung-Geschichte-im-Dialog-2023.pdf

Das Projekt »Transnationaler Geschichtsunterricht« ist eine Kooperation zwischen der Stiftung Kreisau, dem Leibnitz-Institut für Bildungsmedien – Georg-Eckert-Institut in Braunschweig, dem Zentrum für historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften und dem Internationalen Delphic Council e. V. An dem Projekt nehmen polnische und deutsche Schulen teil, deren Lehrkräfte Mitglieder des Arbeitskreises an der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission sind.

Der Workshop »Geschichte im Dialog« wird in Zusammenarbeit mit der Europa Union Kassel e.V., dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig, dem Verein »Warto być przyzwoitym« aus Danzig/Gdańsk sowie dem Leibnitz Institut für Bildungsmedien – Georg-Eckert-Institut realisiert.

Assoziierter Kooperationspartner: Deutsches Kulturforum östliches Europa
Bewerbungen richten Sie bitte an Dr. Tomasz Skonieczny, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
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