Kooperationsprojekt mit dem Stadtschulamt Frankfurt startet mit Auftaktveranstaltung
Hubertus von Bramnitz
Frankfurt am Main (Weltepresso) - Das Projekt „Sprachförderprofis“ der Goethe-Universität Frankfurt und des IDeA-Zentrums begleitet seit Herbst 2016 Erzieherinnen und Erzieher sowie Grundschullehrkräfte in gemeinsamen Fortbildungen. Ziel ist es, pädagogische Fachkräfte darin zu schulen, eine sprachwissenschaftlich fundierte Sprachförderung zu entwickeln und flexibel in großen wie kleinen Gruppen umzusetzen, um Kindern mit besonderem Förderbedarf in Sprache gerecht zu werden – beispielsweise im Bereich Deutsch als Zweitsprache. Die neue Reihe „Sprachförderprofis 4.0“ in Kooperation mit der Stadt Frankfurt wird den schulischen Ganztag und die Horte zum Thema haben. Interessierte Pädagog*innen können sich ab sofort für die kostenfreien Fortbildungen anmelden.
Der Auftakt der neuen Fortbildungsreihe fand am gestrigen Mittwoch im Stadtschulamt Frankfurt statt. Uta Clifton, Leiterin des Stadtschulamtes, hob in ihrem Grußwort die langjährige Zusammenarbeit zwischen Goethe-Universität und dem Stadtschulamt Frankfurt hervor, die nunmehr seit 2016 besteht. Zusätzlich zur Sprachförderung in Kita und Grundschule rücke nun auch der schulische Ganztag und die Horte in den Fokus. Sie freue sich, dieses neue Format mitgestalten zu können.
Prof. Petra Schulz, Projektleiterin vom Institut für Psycholinguistik und Didaktik der deutschen Sprache an der Goethe-Universität, zeigte in ihrem Vortrag, wie Sprachförderung davon profitiert, dass man Erkenntnisse aus Sprachwissenschaft und Spracherwerbsforschung einbezieht. Sie hob hervor, dass sowohl im Ganztag und den Horten als auch in Sprachförderverbünden das Wichtige sei, dass sich eine systematische Sprachförderung am Sprachstand des Kindes orientiert. Außerdem sei es wichtig, dass sich diese Förderung am natürlichen Verlauf des Spracherwerbs orientiert. Ihre Studien zeigten, so Schulz, dass Fortbildungen zu linguistisch fundierter Sprachförderung wirksam sind.
Dr. Rabea Lemmer, Referentin im Projekt „Sprachförderprofis“, erläuterte, dass das Ziel der Fortbildungen sei, die Teilnehmenden in ihren Sprachförderkompetenzen zu stärken – „und zwar so, dass sie selbst und die Kinder davon profitieren.“ Dr. Barbara Voet Cornelli, ebenfalls Fortbildnerin im Projekt, ergänzte, dass die Sprachförderkräfte in den Fortbildungen Sprachfördermethoden kennenlernen und erproben. Diese seien ein gutes Werkzeug für die Arbeit in Kita, Schule, Ganztag und Hort.
Die neue Fortbildungsreihe der „Sprachförderprofis“ wendet sich an Pädagogische Fachkräfte im schulischen Ganztag und den Horten (Raum Frankfurt). Die sprachwissenschaftlich basierten Fortbildungen sollen die Teilnehmenden für eine sprachsensible Arbeit im Ganztag fit machen. Zentrale Themen der Sprachförderung und Sprachbildung, insbesondere für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache, werden praxisnah vermittelt.
Die Fortbildungen finden in Kleingruppen statt, sind teilnehmerorientiert und werden individuell gestaltet. Wissen und Handeln sind eng verzahnt durch Vermittlungs-, Umsetzungs- und Reflexionsphasen. Darüber hinaus gibt es passgenaue optionale Angebote, beispielsweise Sprachförderung im Team oder Ausbau bildungssprachlicher Fähigkeiten. Der zeitliche Umfang beträgt insgesamt drei Fortbildungstage mit je vier Stunden, verteilt auf ca. vier Monate. Gerne werden auf Anfrage vertiefende Module und ein individuell abgestimmter zeitlicher Umfang angeboten. Dank der Finanzierung durch das Stadtschulamt Frankfurt ist die Teilnahme kostenlos.
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©CDU in Niedersachsen
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Anmeldung
Interessierte können sich telefonisch unter 069-798 32573 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Weitere Informationen unter www.sprachfoerderprofis.de