Hessen „Die Idee und Vision eines vereinten, demokratischen Europas ist es wert, weitergeführt zu werden“

Hubertus von Bramnitz

Wiesbaden/Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Der Jahrestag der Römischen Verträge fällt in eine Zeit, wo erstmals seit diesen 60 Jahren der Einigungsprozeß hin zu einem geeinten Europa nicht nur angehalten, sondern von einigen rückgeführt wird. Klar, daß. man nach dem BREXIT nicht mehr so tun kann, als ob Europas Gegenwart und Zukunft strahlend schön sei. Klar aber auch, daß politisches Handeln dazu führen muß, daß diese Zukunft möglich wäre.

Wir sind für Europa. Aber nicht für ein ökonomisch ausgebeutetes, Besonderheiten ignorierendes, ja verhinderndes, technokratisch effizientes Politmanagement. Es gibt also in Europa viel zu tun. Aber Feiern darf man die 60 Jahre, mit der Absicht, es besser zu machen, schon. Denn es ist in diesen 60 Jahren unglaublich viel passiert. Aus den noch im 20. Jahrhundert gegeneinander kriegführenden Nationen und ihren Nationalstaaten, sind Länder geworden, die ihre landestypischen Eigenheiten behalten, aber deren Bewohner zu ihrer nationalen Identität eine europäische dazugewonnen haben. Wir fühlen uns als Europäer - und das noch dazu gerne.

Das Land Hessen hat sich ausführlich geäußert, was wir abdrucken, wie im Artikel darauf einen kleinen Kommentar zum 60sten Geburtstag.

 
Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat anlässlich des 60. Jahrestags der Unterzeichnung der Römischen Verträge an die europäische Grundidee erinnert. „Zwar wurde die europäische Einigung vor 60 Jahren besonders auf dem Feld der Wirtschaft vorangetrieben, ihr eigentlicher Motor war aber der innige Wunsch, Frieden unter den Menschen in den Ländern Europas zu halten. Als ein solches Friedensprojekt müssen wir Europa bis heute verstehen. Bei der Gefahr einer zunehmenden Abschottung gilt dies mehr denn je. Der Kontinent Europa ist ein Musterbeispiel dafür, dass übersteigerter Nationalismus nicht zum Wohle der Völker war, sondern in aller Regel in der Katastrophe geendet hat. Dagegen gilt es mit allen Mitteln anzutreten. Denn die Idee Europa ist es wert, sie auch sechzig Jahre nach Gründung weiterzuführen, damit Frieden und Freundschaft der Völker auch in Zukunft gewahrt bleiben“, sagte der Ministerpräsident.

 
Am 25. März 1957 unterzeichneten Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland in Rom die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), zur Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) und das Abkommen über gemeinsame Organe für die Europäischen Gemeinschaften. Diese Römischen Verträge gelten als Grundstein für die europäische Integration und als Geburtsstunde der Europäischen Union.

 
„Europa ist die politische Antwort, wie man trotz unterschiedlicher Bedürfnisse seine Interessen auf friedliche Art ausgleichen und erzielen kann. Es ist diese große Friedensbotschaft, von der ich hoffe, dass sie wieder mehr ins Bewusstsein rückt. Ein Schritt in die richtige Richtung ist die Bewegung ‚Pulse of Europe‘, bei der sich Bürgerinnen und Bürger in dutzenden Städten in Deutschland und Europa für ein vereintes, demokratisches Europa und gegen EU-feindliche Populisten einsetzen. Wir stehen zu diesem gemeinsamen Europa, und wir fühlen uns sehr dieser Idee und dieser Vision verpflichtet“, so der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

 
Mit einer Reihe von verschiedenen Veranstaltungen in Hessen, in Berlin und Brüssel wird die Hessische Landesregierung in den kommenden Wochen auf das Jubiläum der Römischen Verträge hinweisen.

 

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