E hutterEintracht Frankfurt stellt den neuen Trainer Adi Hütter vor

Jürgen Schneeberger

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Der am 11.02.1970 geborene Adi Hütter, war  österreichischer Fußballspieler und später  auch Trainer. Bei seiner letzten Station war er bei den BSC Young Boys als Cheftrainer angestellt. Mit den Young Boys wurde er 2017 Vizemeister und nach dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft  am letzten Wochenende  gegen Zürich "nur" Pokalvizemeister.
Auch bei seinen Stationen vor den Young Boys, konnte er seinen Name mit mehreren Titeln schmücken. Kein Wunder also, dass die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt, versuchten, diesen Adi Hütter für sich zu gewinnen, wobei es schon pikant ist, daß der bisherige Trainer Niko Kovac nach dem Gewinn der deutschen Pokalmeisterschaft von Frankfurt nach München weggeht und ebenso Trainer Adi Hütter nach dem Gewinn der Meisterschaft von Bern nach Frankfurt kommt. Wenn es am schönsten ist, geht man ,ist ein geflügeltes Wort, das zudem gerade auch Zinedine Zidane, Extrainer von Real Madrid befolgte.

Gestern, Mittwoch den 29. Mai 2018 um exakt 13 Uhr, betritt genau dieser österreichische Erfolgstrainer den Presseraum vom Frankfurter Waldstadion, wo er der neue Cheftrainer und als Nachfolger von Niko Kovac den DFB Pokalsieger trainieren wird.

Das erste was Hütter ins Auge gefallen ist, war die Vogelperspektive von seiner neuen Wirkungsstätte. Als er am vergangenen Montag mit dem Flugzeug aus Österreich angeflogen kam, flog er beim Anflug auf Frankfurt, direkt über das Stadion. Was er da sah, ließ seine Freude auf das erste Spiel stark ansteigen.

E hutter1Bevor der Name Adi Hütter bei der Eintracht fiel, war er bis dato für die meisten Eintracht-Fans ein völlig Unbekannter. Bei seiner Vorstellung heute, hinterließ er bei den anwesenden Journalisten mächtig Eindruck. Hübner, Bobic und die restlichen Verantwortlichen sind jedenfalls deutlich begeistert vom neuen Cheftrainer. 

Seine Hauptmerkmale sind Bodenständigkeit, zielorientiertes Denken sowie klare Aussagen. So konnte sich der Österreicher auch präsentieren. Die Eintracht war auf jeden Fall so angetan von Hütter, dass sie ihn gleich mit einem 3 Jahresvertrag ausstattete.

Die Entscheidung, daß er als Trainer in die Bundesliga zur Eintracht geht, ist ihm ziemlich leichtgefallen, so Hütter.  "Ich hatte bei meiner Überlegung, sofort ein gutes Gefühl. Das hat mir gesagt, geh‘ zu diesem tollen Traditionsverein. Ich habe zehn Jahre lang darauf hingearbeitet, um in der deutschen Bundesliga arbeiten zu können. Ich bin einen sehr harten und steinigen Weg gegangen und jetzt ist der Tag gekommen, wo mein Wunsch in Erfüllung geht."

Adi Hütter ist mit Sicherheit  nicht der Trainer, den sich viele gewünscht haben, aber die Eintracht Verantwortlichen sind sich sicher, mit Hütter die richtige Lösung gefunden zu haben. Fredi Bobic macht ganz klar, dass sich Eintracht Frankfurt für den richtigen entschieden hat. Bobic meint auch, dass die Gespräche mit Hütter in Zürich richtig, richtig gute waren. Durch seine klaren Analysen und seine klare Spielphilosophie, sind Bobic und Hübner vom ehemaligen Salzburger Spieler begeistert. Bobic meint auch... "durch seine Ausstrahlung und wie er Dinge anpackt, der große Kampf und Sieges Wille (lieber ein 4:3 Sieg als ein 1:0),hat uns die Entscheidung sehr einfach gemacht. Wir freuen uns, mit Adi Hütter die Zukunft von Eintracht Frankfurt mit ihm zusammen gestalten zu können."

Bei einer Frage zum Fußballgott AM14 - Alex Meier mit der Nummer 14-, sagte Hütter glaubwürdig, dass er zu diesem Thema nichts sagen kann, da diese Entscheidung vor seiner Zeit, von anderen Verantwortlichen getroffen wurde. Allerdings hat er wohl auch nicht widersprochen, denn man hat ja eine wichtige Entscheidung direkt vor seiner Amtseinführung getroffen. Das läßt sich auch nicht jeder gefallen. Die neue Kaderplanung seinerseits wird erst in den nächsten Tagen beginnen, schließlich war er ja noch bis vergangenen Sonntag voll mit den Young Boys beschäftigt. Dann kommt ja auch noch der Umzug nach Frankfurt auf ihn zu. Natürlich ist er bei allem, was er jetzt zu erledigen hat, immer sehr eng per Telefon mit Hübner und Bobic verbunden.

Die Frankfurter Multi-Kulti-Truppe und die damit verbundenen Verständigungsprobleme, erschrecken ihn überhaupt nicht. Mit Schweizerdeutsch, Englisch und Deutsch wird man sich verständigen können. Die Fußballsprache ist sowieso international und die Eintracht hat ohnehin vielsprachige Spieler, auf die er setzen kann. Dann gibt es da auch noch den Dolmetscher Stéphane Gödde, der alles was Sprachen angeht, feste unter Kontrolle hat.

Durch die vielen Sprachen und Typen, wächst so eine Mannschaft gerade gut zusammen. Hütter sieht bei der Kulturen- und Sprachenvielfalt eine Chance, den Teamgeist zu stärken. Das ist für ihn ohnehin das aller Wichtigste. Mit Teamspirit kann man sehr viel erreichen. Bei Fußball geht es nicht um den einzelnen, sondern um die ganze Mannschaft und um alle rundum.

Zu seiner Fußballphilosophie sagt der Liebhaber des zielgerichteten Offensivspiels, dass er lieber 4:3 als 1:0 gewinnt, setzt wie sein Vorgänger aber auch auf ein kompaktes Verhalten auf dem Platz. Kompakt nach vorne zu verteidigen und nach vorne zu spielen, dass macht es. Dazu werde man in den nächsten Tagen und Wochen am neuen Kader arbeiten. "Natürlich stehe ich für offensiven Fußball, weil ich der Meinung bin, dass die Leute ins Stadion kommen und eine Mannschaft sehen wollen, die begeistert nach vorne spielt. Natürlich gibt es auch Momente, wo man einen Plan B haben muss. Dafür habe ich mich weiterentwickelt", so Hütter.

Hütter selber, sieht sich als Teamplayer, der viel Wert auf soziale Kompetenzen legt. "Ich rede gerne mit den Spielern, um auch den Menschen dahinter kennen zu lernen. Das ist für mich mehr als wichtig." Außerdem ist für Adi Hütter, Disziplin und gegenseitiger Respekt sehr wichtig. Den wenn man sich nicht wohlfühlt, kann man keine Höchstleistung bringen. "Es geht um den Erfolg der Mannschaft und um den Verein, ich möchte das wir nach außen hin ein sehr gutes Bild abgeben."

Nach den Zielen befragt sagt Hütter, dass zunächst noch die Kaderplanung ansteht. Jetzt bin ich erst einmal hier in Frankfurt angekommen. Ich möchte natürlich erfolgreich arbeiten und die Erwartungen zu 100 Prozent erfüllen. Allerdings gab Hüttel uns Journalisten klar zu verstehen, das es „hohen Ziele“ sein werden, die man sich stecken möchte. "Fredi Bobic, Bruno Hübner und ich werden natürlich versuchen, dass Bestmöglichste zusammen zu bekommen."

Einen Ausverkauf wird es in jedem Fall nicht geben, wie Bobic im Rahmen der Pressekonferenz bekanntgab. "Wir werden uns punktuell so verstärken, so dass der Kader qualitativ noch besser besetzt ist als in der vergangenen Saison. Wir werden natürlich versuchen uns so gut wir nur möglich zu verstärken."

Angst hat Hütter im Übrigen vor der neuen Herausforderung “Bundesliga“ nicht. "Einen gesunden Respekt habe ich vor allem, aber Angst habe ich eigentlich vor nichts."

Für mich persönlich ist Adi Hütter von der Einstellung her sehr nahe an dem Typ Niko Kovac “Stand jetzt“

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