Eintracht Frankfurt unterliegt zu Hause Mönchengladbach 0:1

 

Claudia Schubert

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Da beißt die Maus keinen Faden ab! Verloren ist verloren, auch wenn sich das so keiner recht erklären kann, auch nicht der Trainer der siegreichen Mannschaft der Borussen Lucien Favre, der seinem Gegner und dessen taktischer Ausrichtung durch Armin Veh großes Lob zollte, was psychologisch eine schlaue Nummer ist, denn dieser saß angefressen voll Ärger und Enttäuschung mit auf dem Podium.

 

„Ich ärgere mich maßlos, daß wir das Spiel verloren haben“, hätte Veh gar nicht sagen müssen, man sah es ihm an. „Wir waren in der 2. Halbzeit eindeutig besser“. Das stimmt, hilft aber im Fußball nicht, wo zudem nicht dieses einzelne Spiel allein eine Rolle spielt, sondern, daß nun in vierter Folge überhaupt kein Tor durch die Eintracht erzielt wurde. Zweimal Unentschieden, zweimal Verloren und trotzdem noch immer vierter Rang, mit der Option, diesen am Samstag gegen Freiburg zu verlieren. Daß derzeit die Ergebnisse der anderen schon seit Wochen für die Eintracht sprechen, ist der einzige Trostpreis nach einem vergeblichen Spiel.

 

Dabei hatte es ganz anders angefangen. Gleich zu Beginn hätte Inui noch in der ersten Minute das Tor schießen können, hätte er nicht den Ball ganz ordentlich und brav dem Borussentormann in die Arme gelegt.Das war's dann für lange Zeit, denn die Borussen hatten zwei Riegel aufgestellt, die vor allem den Außenspielern das Durchkommen unmöglich machten. In der Folge konnten weder Alex Meier noch Srdjan Lakic hochkommen. An den Mönchengladbachern bissen sich die Eintrachtler wirklich die Zähne aus. Die dagegen konterten wo sie konnten. Und nachdem der teuer gekaufte niederländische Stürmerstar Luuk de Jong einen Eckball durch Torben Marx vorgelegt bekam, führte der Kopfstoß zum 0:1.

 

Das war in der 22. Minute und das mit 51 500 Zuschauern ausverkaufte Stadion reagierte darauf mit um so mehr Anfeuerungsrufen für die Eintracht. Keiner hätte dies für den Endstand gehalten. Aber tatsächlich lieft die erste Halbzeit eindeutig für die Borussen, die einmal gut klärten, wenn Eintrachtler gefährlich wurden, zum anderen Mal selbst Richtung Eintrachttor marschierten. Alle setzten auf die Zweite Halbzeit. Und tatsächlich tat sich was. Armin Veh hatte auf Doppelspitze umgestellt, Lakic raus- und Stefano Celozzi reingenommen, zudem Stefan Aigner mit Inui nach vorne geholt. Ab jetzt lief das Spiel und wenn man zum Schluß 14 Torschüsse für die Eintracht verzeichnen kann – gegenüber 8 der Borussen – dann weiß man, daß zwar jetzt in dieser Halbzeit das Mönchengladbacher Tor im Mittelpunkt stand, daß aber keiner der Schüsse traf.

 

Woran das gelegen hat? Wie gut der Borussentormann wirklich war oder ob die gehaltenen Schüsse nicht wuchtig genug waren, ist schwer auszumachen, auf jeden Fall wurden sie gehalten und die anderen gingen hoch übers Tor oder mal daneben. Manche der Schüsse waren so dicht am Tor, daß der Kollege daneben schon dreimal TOR!!! geschrien hatte. „Wir haben da viel Mühe gehabt, den Ball zu halten“, gab Favre zu und „Wir waren am Limit in der 2. Halbzeit!“. Hilft alles nichts. Verloren ist verloren und auch die 60 Prozent Ballbesitz sind unwesentlich, wenn sie keine Folgen haben.

 

Von den Torschüsse gingen je vier auf Inui und Alexander Meier. Dieser war mal auf der Torschützenliste ganz oben, pausiert nun seit vier Spielen, ist aber immer noch mit seinen 12 Toren auf dem vierten Rang. Da geht es ihm wie der Eintracht insgesamt. Aber Kießling und Mandzukic bringen es inzwischen auf 15 Tore und Lewandowski auf 14. Die nächste Chance ist am nächsten Sonntag in Hannover!

 

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