Kronberg als „Ausgezeichneter Wohnort“

 

Siegrid Püschel



Im Rahmen der heutigen Stadtverordnetenversammlung wurde Kronberg als „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ geehrt. Im Beisein der Stadtverordneten der Taunusstadt übergab Horst Platz, Vorsitzender des Ausschusses Hochtaunus/Main-Taunus der IHK Frankfurt am Main, die Auszeichnung an Bürgermeister Klaus Temmen. „Insbesondere bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat Kronberg einiges zu bieten.

 

Die Betreuungsquote bei den Unter-Dreijährigen ist überproportional hoch, in allen drei Grundschulen der Stadt wird eine Nachmittagsbetreuung sichergestellt. Diese Angebote helfen Familien dabei, Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen“, so Platz.



Im Rahmen der Urkundenübergabe erläuterte Temmen: „Eine hohe Dienstleistungsorientierung ist uns ein besonderes Anliegen – sowohl gegenüber Neubürgern als auch gegenüber Menschen, die schon länger in Kronberg wohnen. Aus diesem Grund bieten wir insbesondere in den Seniorenwohnanlagen der Stadt einen mobilen Bürgerservice an. Das stadtteilbezogene Angebot trägt dazu bei, dass unsere neuen Einwohner noch leichter in der Stadt ankommen können. Diese Leistungen sind ein wichtiger Baustein unserer Serviceorientierung gegenüber den Bürgern.“



Platz ergänzte: „Im Auszeichnungsverfahren hat sich gezeigt, wie vielfältig die Leistungen und Angebote für potenzielle Neubürger in Kronberg sind. Zudem versteht Kronberg den Aufbau einer Willkommenskultur als kontinuierlichen Prozess, der jeden Tag und durch jeden Kundenkontakt weiterverfolgt werden muss.“



So wurde im Prüfprozess mit der IHK als Entwicklungsziel vereinbart, im Rahmen des Internetauftritts der Stadt die Rubrik „Informationen für Neubürger“ einzurichten. Dort können Neubürger dann alle für sie wichtigen Informationen gebündelt abrufen. Außerdem hat sich die Stadt vorgenommen, die Internetinhalte künftig auch in englischer Sprache zu präsentieren.



Mit dem Qualitätszeichen „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ ehren die Industrie- und Handelskammern der Metropolregion FrankfurtRheinMain diejenigen Städte und Gemeinden, die sich in besonderer Weise um eine gelebte Willkommenskultur bemühen. Für die Beurteilung waren die städtischen Angebote in den Handlungsfeldern „Zuzug leicht gemacht“, „Beruf und Familie“, „Ausländische Fach- und Führungskräfte“, „Kultur und Freizeit“ sowie „Harte Standortfaktoren“ ausschlaggebend. Die Auszeichnung Kronbergs ist bis Mai 2017 befristet. Dann wird überprüft, ob die Stadt die im Rahmen der Auszeichnung vereinbarten Entwicklungsziele umgesetzt hat.


Hintergrund: „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“


Das Audit „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ ist eine Initiative des IHK-Forums Rhein-Main. Mithilfe dieses Instrumentes wollen die Industrie- und Handelskammern der Metropolregion FrankfurtRheinMain mit den Kommunen in einen Dialog darüber treten, welche Strategien und Maßnahmen vorbildlich sind, um ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort für potenzielle Neubürger zu sein. Ziel des Audits ist es, eine gelebte Willkommenskultur zu etablieren, sodass sich in- und ausländische Fach- und Führungskräfte in FrankfurtRheinMain heimisch fühlen und ein Angebot vorfinden, das ihren Bedürfnissen entspricht. Alle Ober-, Mittel- und Unterzentren in der Region FrankfurtRheinMain können das Audit bei den jeweils regional zuständigen Industrie- und Handelskammern beantragen. Im Bezirk der IHK Frankfurt am Main wurden bisher die Städte Steinbach (Taunus), Usingen, Bad Homburg, Bad Soden und Friedrichsdorf ausgezeichnet.

Weitere Informationen: www.ausgezeichneter-wohnort.de