Plakatmotive Foto Stefanie KoeslingNeue Vorbilder-Kampagne vom Frankfurter  Frauendezernat und Frauenreferat zum Internationalen Frauentag startete am 6. März

Redaktion

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - „Diese Kampagne war mir schon lange ein großes Anliegen. Es gibt so viele starke Frauen mit vielfältigen Lebensgeschichten in Frankfurt, die erzählt werden müssen. Wir wollen Frauen vorstellen, die mit unterschiedlichem beruflichen Werdegang und trotz einiger Hürden, ihren Weg erfolgreich gegangen sind. Von der Friseurin bis zur Gastronomin, von der Profifußballerin bis zur Studentin. Die Kampagne präsentiert authentische Vorbilder aus dem Leben“, erklärte die bisherige Frauendezernentin Rosemarie Heilig.

Kampagnen Beteiligten Foto Stefanie KoeslingPlakataktion zum Kampagnenstart

Am Mittwoch, 6. März, begann eine große stadtweite Plakataktion, die bis Montag, 25. März läuft: Auf starken Portraits in leuchtenden Farben, fotografiert von Katharina Dubno und mit ermutigenden Botschaften, stellen Frauendezernat und Frauenreferat acht Frankfurter Vorbilder vor. Auf den Plakaten verweisen QR-Codes auf die Kampagnen-Homepage unter wir-trauen-uns-was.de.

„Mit dieser Kampagne möchten wir alle Frankfurter Frauen* und Mädchen* darin bestärken, für sich und andere einzustehen. Gerade jetzt braucht es starke feministische Vorbilder, die für Zusammenhalt und Solidarität stehen“, sagte die Leiterin des Frauenreferates, Gabriele Wenner.


Die Gesichter der Kampagne


Zu sehen sind: Tooba I. (20 Jahre, Pharmaziestudentin), Sara D. (32 Jahre, Profi-Fußballerin), Leo C. (69 Jahre, Sprachdozentin und Übersetzerin), Mahtab K. (41 Jahre, Richterin), Claudia G. (56 Jahre, Assistenz der Geschäftsführung); Denise B. (39 Jahre, Friseurin), Sarah C. (33 Jahre, Erzieherin), Badia O. (46 Jahre, Gastronomin).


Die Ziele der Kampagne

„Wir möchten, dass Frauen* und Mädchen* sich mehr zutrauen, aber vor allem, dass ihnen mehr zugetraut wird. Die Zusammenarbeit in dem Projekt war bewegend und jede einzelne Geschichte hat uns berührt. Dabei ging es nicht darum, individuelle Erlebnisse aufzuzeigen, sondern Verhältnisse und Ungleichheiten zu verdeutlichen. Wir setzen der Erzählung von ,Du musst dich nur genug anstrengen‘ mit dieser Kampagne etwas entgegen“, sagten Timnit Schäfer-Ghirmai und Linda Kagerbauer als Projektleitungen der Kampagne.


In Kurzfilmen erzählen die Kampagnen-Vorbilder über ihre Lebenswege

In Filmen der Frankfurter Filmemacherin Dr. Angela Schmitt-Gläser berichten die acht Frankfurterinnen über ihre Lebenswege. Sie erzählen ihre Geschichten darüber, wie sie Hindernisse überwunden und Zutrauen in sich und ihre Entscheidungen gefunden haben. Die Frauen teilen ihre „Trau-Dich-Momente“ und sprechen darüber, was sie unterstützt und wer sie inspiriert hat. Sie beschreiben aber ebenso, mit welchen Vorurteilen sie konfrontiert, was ihnen nicht zugetraut wurde, und wie sie Diskriminierungen erlebt haben.

Die beiden Projektleitungen ergänzen: „Alle Kurzgeschichten handeln von unterstützenden Menschen oder Institutionen. Sie haben unsere Vorbilder auf ihrem Weg bestärkt. Wir möchten, dass alle vor allem junge Frauen* und Mädchen* wissen, dass sie nicht alleine sind und das Recht auf ein selbstbestimmtes (Berufs-)Leben haben.“

In ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten greifen die Vorbilder das Thema der ungleichen Verteilung von Ressourcen auf und fordern gemeinsam Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Denn was die Frauen verbindet, ist ihr Eintreten für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben.

Darum startete die Kampagne passend zum Equal Pay Day, der auch am 6. März unter dem diesjährigen Motto „Es ist höchste Zeit für Equal Pay“ stattfindet. Im Fokus steht dabei ebenfalls der Zusammenhang zwischen Care-Arbeit, Erwerbsarbeit und Freizeit und der Bedeutung einer gerechten Zeitverteilung. Der Equal Pay Day verweist in jedem Jahr auf die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Im Jahr 2024 beträgt diese 18 Prozent (unbereinigt).


Das Kampagnen-Notizbuch

Begleitend zu Plakaten und Filmen erscheint ein Notizheft. Dieses soll im Alltag inspirieren, Mut machen und die eigenen „Trau-Dich-Momente“ dokumentieren dokumentieren und kann per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.

Foto:


Info:
Die Kampagne ist auf den Social Media-Kanälen des Frauenreferates zu sehen sowie auf der Kampagnen-Homepage unter wir-trauen-uns-was.de zu finden.

Fotos:
Start der stadtweiten Kampagne „Wir trauen uns was!“: Plakatmotive auf der Litfaßsäule
©Stadt Frankfurt am Main, Stefanie Kösling
©Projektverantwortliche von Frauendezernat und Frauenreferat präsentieren gemeinsam mit den Role Models die stadtweite Kampagne (vlnr.) stehend: Sarah C. (Erzieherin), Linda Kagerbauer, Tooba I. (Pharmaziestudentin), Claudia G. (Assistenz der Geschäftsführung), Timnit Schäfer-Ghirmai, Denise B. (Friseurin), Gabriele Wenner, untere Reihe, sitzend: Badia O. (Gastronomin), Rosemarie Heilig, Mahtab K. (Richterin),
© Stadt Frankfurt am Main, Stefanie Kösling