12. Tage der Industriekultur: Gesund und Munter auf Erfolgskurs

 

Günther Winckel

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Die Rhein-Main-Region gehörte wirklich zu den ersten, die aus ihren Beständen an Industriedenkmälern eine jährlich wechselnde Abenteuertour gemacht haben, die längst die Gegenwart aus der Vergangenheit erklärt. Was auch in den letzten zehn Tagen erfolgreich war.

 

Aber nun ist die diesjährige Tour zu Ende, die im historischen Wasserwerk in Hattersheim begonnen hatte. Nach 10 Tagen, 170 verschiedenen Programmpunkten und über 400 Veranstaltungen - die meisten zum Thema Gesundheit - ziehen deshalb die Veranstalter der Tage der Industriekultur Rhein-Main eine positive Bilanz: Wieder nutzten rund 24.000 Menschen aus der Region sowie Interessierte aus ganz Deutschland die Gelegenheit, hinter die Kulissen von Unternehmen und Orten der Industrie zu blicken, z. B. zur Zahnbürstenentwicklung bei Braun, der Insulinproduktion im Industriepark Höchst oder Tablettenherstellung beim ältesten pharmazeutischen Unternehmen der Welt, Merck in Darmstadt.

 

Auch Wasserwerke, Kanalisation, Klär- und Kuranlagen öffneten zu den Tagen der Industriekultur ihre Tore. Alleine das historische Wasserwerk in Hattersheim, , Standort von „Klangkunst trifft Industriekultur“, verzeichnete an zwei Wochenenden rund 1.500 Besucher, dort waren die Tage mit dem Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann eröffnet worden, siehe Foto.

 

Das diesjährige Thema Gesundheit betrifft Jeden“ sagt Thomas Will, Aufsichtsratsvorsitzender der KulturRegion, der Dachorganisation der Route der Industriekultur Rhein-Main. „Der unmittelbare Kontakt mit den beteiligten Firmen und Orten macht dabei die Veranstaltungen so lebendig.“ Besucher berichten immer wieder von Aha-Erlebnissen beim Blick hinter die Kulissen und sind überrascht von der Vielfalt industriekultureller Orte im Rhein-Main-Gebiet: „Die Tage der Industriekultur sind eine tolle Möglichkeit, die Region aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.“

 

2014 wurden die Tage der Industriekultur Rhein-Main erstmals in der letzten Woche vor den Schulferien in Hessen und Rheinland-Pfalz veranstaltet.  „Durch spannende Ausflugsangebote, die „Schülerpakete“, ist es uns erstmals gelungen, rund 2.000 Kinder und Jugendliche über die Schulen für das Thema zu gewinnen“ berichtet KulturRegions-Geschäftsführerin Sabine von Bebenburg. Per Historischer Eisenbahn fuhren z.B. Kelsterbacher Schüler zum Industriemuseum Hanau-Großauheim mit Dampfmaschinenbetrieb und per Schiff zum Eisernen Steg in Frankfurt zurück.

 

Ebenfalls zum ersten Mal wurden die Tage der Industriekultur 2014 auf zehn Tagen, mit zwei Wochen­enden ausgeweitet: Ein Erfolgsrezept, das sich bewährt hat, und im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll.

 

Foto: Alexander Paul Englert - Eröffnung im Historischen Wasserwerk Hattersheim mit Frankfurter OB Feldmann