Führung: Paul Ehrlich und die Anfänge einer neuen Medizin im historischen museum frankfurt am 24. Januar

 

Kurt Hessen

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Es ist wirklich ein Vergnügen, diese Ausstellung zu besuchen, bei der man sehr viel Wissenschaftliches, das auch, lernt, aber eben auch einen Menschen besser kennenlernt, der in die Generation derer gehört, die die Welt durch ihre Forschungen veränderten. Besser machten. Das auch.

 

 

Cristina Klein führt am Sonntag, 24. Januar, um 15 Uhr durch die Ausstellung „Arsen und Spitzenforschung – Paul Ehrlich und die Anfänge einer neuen Medizin“. Für seine bahnbrechenden Erkenntnisse im Bereich der Immunologie erhielt Paul Ehrlich 1908 – als erster Frankfurter – den Nobelpreis für Physiologie und Medizin. Der Eintritt kostet sieben, ermäßigt 3,50 Euro, für die Führung kommen noch zwei Euro dazu. Treffpunkt ist das Foyer im Historischen Museum.

 

Anlässlich seines 100. Todestages spürt die Ausstellung den Arbeiten und Ideen des Ausnahmewissenschaftlers nach und verfolgt seine visionären Gedanken bis in unsere Zeit. Seine Forschung im Feld der Immunologie begann er 1889 mit der Erforschung von Giften auf den Körper und der Bildung von Antikörpern. Neben der Entdeckung des Prinzips der passiven Immunisierung und erfolgreichen Serumtherapie entwickelte er das erste synthetische Antibiotikum gegen Syphilis. Salvarsan, das arsenhaltige Syphilisheilmittel, kam nach intensiven klinischen Studien 1910 in den Handel. Vielfach konnte die positive Wirkung des neuen Medikaments nachgewiesen werden. Dennoch war es keine „Zauberkugel“, ein Medikament ohne Nebenwirkungen, in Paul Ehrlichs Sinne. Bei unsachgemäßer Anwendung oder falscher Dosierung verursachte es gesundheitsschädigende Nebenwirkungen.

 

Die Ausstellung wird ergänzt und verlängert von der Kabinettausstellung im 13. Sammlerraum „Medizingeschichte in Flaschen. Die Sammlung Rosak“. Die Exponate, darunter Glasflaschen und Blechdosen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wurden sorgfältig aus der rund 7.500 Stücke umfassenden Privatsammlung des Diabetologen Christoph Rosak ausgewählt.

 

 

Foto:

Ausstellung 'Arsen und Spitzenforschung' © Stefanie Koesling, hmf