Neustrukturierung der Filmförderung in Hessen

 

Romana Reich

 

Wiesbaden (Weltexpresso) – Seit Jahren bemüht sich das Land Hessen, im Reigen der anderen Bundesländer auch als Filmland hervorzustechen. Mit mittlerem Erfolg. Die Filmförderung in Hessen soll nun nachhaltig verbessert und zukunftsfähig gestaltet werden und eine – im Vergleich mit den übrigen Filmförderländern Deutschlands – wettbewerbsfähigere Organisationsstruktur erhalten.

 

Dies verabredeten die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, mit Vertreterinnen und Vertreter des Hessischen Rundfunks, der Hessischen Filmförderung des Landes und des hr, der Hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) sowie der Initiative Hessen Film. In der Initiative Hessen Film haben sich die AG DOK, das Filmhaus Frankfurt, das Film- und Kinobüro Hessen und die Vereinigung der Hessischen Filmwirtschaft zusammengeschlossen. Die Gespräche zur Zukunft der Filmförderung fanden bereits zum dritten Mal auf Einladung der Ministerin statt. Nach einer sehr intensiven und konstruktiven Abschlussdiskussion zu Zielen und Maßnahmen der Neustrukturierung der hessischen Filmförderung verabschiedete der Kreis am 6. August 2013 im Museum „Keltenwelt am Glauberg“ in Glauburg eine „Gemeinsame Absichtserklärung“.

 

 

Übergeordnete Ziele zur Stärkung und Weiterentwicklung des Filmstandortes Hessen sind, mehr Filme in Hessen zu drehen und von in Hessen ansässigen Produktionsfirmen, Filmschaffenden und filmaffinen Dienstleistern mitzugestalten und zu realisieren. Schwerpunktmäßig sollen Kinofilme, Koproduktionen, Dokumentarfilme sowie Fernsehfilme und -serien mit einem besonderen Augenmerk auf kulturell hochwertige Produktionen gefördert werden.



Insbesondere die systematische Förderung von Nachwuchskräften im Filmbereich und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Hochschulen und der hessischen Film- und Medienakademie sowie der enge Austausch mit der Branche, aber auch anderen Institutionen soll zukünftig im Fokus stehen“, wie die Ministerin betont. „Gleichzeitig ist das Ziel aller Beteiligten die bessere Sichtbarmachung und Außendarstellung des Filmlandes Hessen unter anderem durch eine Mitgliedschaft bei „focus germany“, der Dachorganisation der großen regionalen Filmfördereinrichtungen.“



Daneben werden die Sicherung, Weiterentwicklung und Stärkung der hessischen Festivalszene und des Hessischen Film- und Kinopreises sowie die Zukunftssicherung der hessischen Filmtheaterlandschaft in den Fokus gerückt. Dass zur Erreichung der Ziele eine einheitliche Organisationsstruktur geschaffen werden sollte, die die Wettbewerbsfähigkeit und Kompatibilität gegenüber den anderen Länderförderungen sichert, waren sich alle Beteiligten einig.



Sowohl die Ministerin als auch die Vertreter des Hessischen Rundfunks betonten, dass die in der „Gemeinsamen Absichtserklärung“ genannten Eckpunkte noch der Zustimmung verschiedener Gremien sowie weiterer Gespräche bedürften. Danach sollen sie zeitnah und zügig umgesetzt werden.