boomRigas Aufstieg zur modernen Industrie- und Hafenstadt seit der  Mitte des 19. Jahrhunderts, Online Vortrag am 7. Mai 

Katharina Klein

Berlin (Weltexpresso) - Riga, die „Metropolis Livoniae“, war seit ihrer Gründung 1201 die größte und wichtigste Stadt im heutigen Lettland und Estland. Und dennoch bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts auf das Gebiet der heutigen Altstadt begrenzt. Mit der Aufhebung des Festungsstatus und der Schleifung der Befestigungen zu modernen Boulevards und Parks begann aber ein Städtewachstum, wie es in Europa kaum ein zweites gab.

Die Eisenbahn brachte Waren aus dem gesamten Russländischen Reich zum immer weiterwachsenden Hafen. Und jenseits der heute von Touristen bestaunten Jugendstilhäuser, die unseren Vorstellungen vom deutschen und österreichischen Jugendstil nicht entsprechen, sondern dem opulenten, überreichen französischen Jugendstil entsprechen, fertigten große Fabriken Eisenbahnwaggons, Fahrräder und viele andere Waren, die im In- und Ausland verkauft wurden. In ihrem Vortrag nimmt Katja Wezel ihre Zuhörer mit in diese „Boom-Town“ des 19. Jahrhunderts.


Dr. Katja Wezel studierte Geschichte und Anglistik in Heidelberg, Aberystwyth und St. Petersburg und wurde in Heidelberg mit einer Arbeit zum Thema „Geschichte als Politikum. Lettland und die Aufarbeitung nach der Diktatur“ promoviert. Nach Stationen in Pittsburgh (USA), Riga und Jena forscht sie in Göttingen zum Aufstieg Rigas zur modernen Industrie- und Hafenstadt.


Ein Vortrag der Reihe „Die baltischen Staaten. Unser unbekannter Nachbar im Osten?“ der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern und des Deutschen Kulturforum östliches Europa
Online-Vortrag von Dr. Katja Wezel
Dienstag, 7. Mai 2024, 18 Uhr

Online per Zoom

Foto:
Die Postkarte aus dem späten 19. Jahrhundert zeigt den Hafen direkt im Stadtzentrum, den Dom und im Hintergrund den Turm der Jakobi-Kirche
©Veranstalter

Info:
Anmeldung
Die Teilnahme ist für alle Interessierten kostenlos.
Den Zoom-Einwahllink für alle Veranstaltungen der Reihe erhalten Sie bei der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern.
Anmeldungen und Rückfragen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder T: +49 (0)3991 1537-11.