
Karin Schiefer
Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Im März 2025 jährt sich die Einweihung des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) zum zehnten Mal. Mit dem Banken-Doppelturm hat sich das Viertel „Ostend“ stark gewandelt. Der Kunstverein Familie Montez hat den Photographen Peter Menne eingeladen, seine Sicht darauf zu zeigen.
Vernissage der Photoausstellung „Hoch hinaus! Die EZB verändert ihr Viertel“ ist
am Freitag, den 28. März 2025
um 18 Uhr
im Kunstverein Familie Montez,
Honsellstr. 7, Frankfurt.

Gleichzeitig mit dem Anwachsen des Neubaus hat sich der Wandel im Viertel deutlich beschleunigt: Wo früher alte Autokarosserien auf dem Schrottplatz in der Sonne blinkten, steht heute ein Hotel. Menne ergänzt: „Genauso an der Ecke Flößerbrücke: wohnen auf Zeit gibt’s da noch immer. Aber da, wo zuvor ein stadtbekanntes Stundenhotel stand, stehen heute Business Apartments für sechs Monate.“ Die Gentrifizierung des ehemaligen Arbeiterviertels hat Peter Mennes mit klarem Blick eingefangen.
Der Katalog zur Ausstellung erscheint im Alibri-Verlag und ist passend zum Ausstellungsbeginn auch im Buchhandel erhältlich.
Peter Menne ist engagierter Humanist. 2011 wurde ihm die Hessische Medaille für Zivilcourage verliehen. Der Offenbacher Photograph zeigte die Ausstellung „Künstler, Straßenkünstler“ im letzten Jahr in der Frankfurter „Denkbar“ oder die Ausstellung „Wolkenkratzer“ im Kunstverein Offenbach 2020. Großes Echo fand auch seine Ausstellung „Kohletagebau − Kulturlandschaft brachial“, die erst in Offenbach, dann in Frankfurt gezeigt wurde, oder „Immer dichter wohnen?“ im Frankfurter Club Voltaire.
Die Ausstellung „Hoch hinaus! Die EZB verändert ihr Viertel“ läuft noch bis zum 27. April. Vom Kunstverein Familie Montez in der Honsellbrücke gibt es direkten Blickkontakt zur Europäischen Zentralbank, der Kunstverein hat dienstags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Fotos:
©Peter Menne