Zum Gedenken an den Schauspieler ändert das Zweite heute sein Abendprogramm

Claudia Schulmerich

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Die Nachricht blieb gleich im Halse stecken. Der Tod des Schauspielers, der einen ein Leben lang begleitete, hat für uns alle eine so immense Bedeutung, daß wir nicht angemessen darauf reagieren konnten, weder zeitlich, als die Mitteilung lapidar kam, daß er schon am vorletzten Sonntag gestorben war, noch inhaltlich, wenn man an die Vielzahl seiner Filme im Kino und Fernsehen denkt.

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Aber es sind nicht nur die einzelnen Rollen. Götz George ist für uns ein Vertreter der alten Bundesrepublik, wie es nur wenige gibt, authentisch und unangepaßt, eine völlig eigene Stimme, die in den letzten Jahren verstummte. Das fiel schon auf, aber er wurde ja auch älter, lebte gerne in seinem Haus auf Sardinien, wo er auch starb. Aber beerdigt wurde er in Hamburg, ohne daß wir das mitbekommen hatten. Das ist persönlich verständlich, aber doch nicht im Einklang mit seiner Bedeutung, die er für die deutsche Bevölkerung hatte.

Gerne geben wir weiter, daß mit dem Fernsehfilm "Tod einer Polizistin" das ZDF heute Abend, 27. Juni 2016, 20.15 Uhr, an den Schauspieler Götz George erinnert, der, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am 19. Juni gestorben ist. Auf das "heute-journal" um 21.45 Uhr folgen ab 22.15 Uhr "Erinnerungen an Götz George".

In "Tod einer Polizistin" spielt Götz George den pensionierten Hauptkommissar Bruno Theweleit, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird, als dem Schwerverbrecher Frank Keller, dargestellt von Jürgen Vogel, die Flucht aus dem Gefängnis gelingt. Keller war vor 15 Jahren nach Theweleits Aussage zu lebenslanger Sicherheitsverwahrung verurteilt worden und hatte noch im Gerichtssaal Rache geschworen. Theweleit wird unter polizeiliche Bewachung gestellt, die junge Polizistin Lena Frey (Rosalie Thomass) übernimmt seinen Schutz – und stellt sich bald die Frage, was vor 15 Jahren wirklich geschah.

Die Sendung "Erinnerungen an Götz George" blickt dann ab 22.15 Uhr zurück auf das Leben und filmische Schaffen des großen Schauspielers.

Wir sind sicher, daß in fast allen Fernsehprogrammen nach und nach Erinnerungen an Götz George zu sehen sind, die auch eine Erinnerung an die Jahre der späteren Nachkriegszeit sind.

 

Foto:
Lena Frey (Rosalie Thomass) und Bruno Theweleit (Götz George) (c) ZDF/Volker Roloff