Bildschirmfoto 2023 01 09 um 00.39.01Aus dem Kundenservice der WELT zu Corona vom 6. 1., Teil 1

WELT Corona-Update

Hamburg (Weltexpresso) - Aus den USA gibt es gleich zu Beginn des neuen Jahres Berichte über eine Corona-Mutation namens XBB.1.5., die vor allem im Nordosten des Landes vermehrt für Krankenhausaufenthalte sorgen soll. Die besagte Mutation wurde bislang in 29 Ländern nachgewiesen, auch in Deutschland. Nach Angaben von Maria Van Kerkhove, der Leiterin des WHO-Programms zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, ist es die „ansteckendste Subvariante, die bislang entdeckt wurde“. Es gebe bislang aber keine Anzeichen dafür, dass XBB.1.5 schwerere Erkrankungen auslöse als andere Virusvarianten.

„Hoffentlich kommen wir durch den Winter, bevor eine solche Variante sich auch bei uns ausbreiten kann“
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)

Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wird in Deutschland bereits untersucht, wo und „wie stark“ die Mutation auftritt. „Hoffentlich kommen wir durch den Winter, bevor eine solche Variante sich auch bei uns ausbreiten kann“, schrieb der Minister in dieser Woche diesbezüglich bei Twitter. Aktuelle Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zum XBB.1.5-Anteil gibt es bisher noch nicht.

Bekannt aber ist, dass die offiziell gemeldeten Coronafälle hierzulande zurückgehen: 20.922 Fälle hat das RKI am Freitag gemeldet, das sind 36 Prozent weniger als eine Woche zuvor. Doch: „Die Lage kann nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel epidemiologisch nicht in gleicher Weise wie im restlichen Jahr bewertet werden“, gibt das Institut dazu an. „Da in dieser Zeit weniger Personen eine Arztpraxis aufsuchen, werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dadurch werden auch weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet. In dieser Zeit werden auch nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI Daten übermitteln.“

Hinzukommt, dass die Corona-Tests für die meisten Menschen inzwischen mit einem finanziellen Eigenanteil einhergehen: Heißt, wer einen offiziellen Coronatest machen möchte, muss zahlen – und das schreckt viele ab. Die Folge: Viele testen sich selbst daheim mit einem Schnelltest oder gar nicht und die Erkrankung wird nicht erfasst.


DER GERSEMANN DER WOCHE

Quelle: WELT
Die Corona-Lage in Deutschland




262 Corona-Tote sind dem Robert-Koch-Institut am Donnerstag gemeldet worden. Binnen vier Tagen sind damit 1053 Verstorbene registriert worden. Der 7-Tage-Schnitt steigt auf 171, das ist der höchste Wert seit Anfang November. Allerdings besteht Hoffnung, dass dieser Anstieg nicht von Dauer sein wird. Denn die Zahl der neuen Infektionen geht, wie Sie etwas weiter oben schon lasen, tendenziell zurück.

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