m o4sebastian weigle barbara aumuellerPressekonferenz der Frankfurter Oper zur Spielzeit 2018/19, Teil 3/4

Anna von Stillmark

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Zudem werden zahlreiche beliebte Produktionen wiederaufgenommen, darunter Johannes Eraths Sicht auf Verdis Otello mit Roberto Saccà in der Titelpartie (19. August 2018) und Andreas Kriegenburgs Inszenierung von Puccinis Tosca (22. September 2018) mit Lorenzo Viotti am Pult und Malin Byström als Titelheldin.

WIEDERAUFNAHMEN

Es folgen zudem Jim Lucassens Produktion von Dvořáks Rusalka (28. September 2018) und Strauss’ Daphne von Claus Guth (1. Februar 2019) – beide dirigiert von GMD Sebastian Weigle. Brigitte Fassbaenders Inszenierungen der Strauss-Opern Capriccio (6. Oktober 2018) und Ariadne auf Naxos (2. November 2018) werden von Lothar Koenigs bzw. von Christoph Gedschold musikalisch geleitet. In der zuerst genannten Produktion präsentiert sich das neue Ensemblemitglied Kirsten MacKinnon als Gräfin Madeleine, in der Ariadne gastiert Paula Murrihy als Komponist an ihrem ehemaligen Stammhaus. Danach steht Tilmann Köhlers Produktion von Händels Xerxes im Opernhaus auf dem Programm (5. Januar 2019) und – der großen Nachfrage wegen – Händels Rinaldo im Bockenheimer Depot (12. Januar 2019) mit Jakub Józef Orliński in der Titelpartie, der an seinen überragenden Erfolg in dieser Produktion im Sommer 2017 anknüpfen wird.

Zu den weiteren Wiederaufnahmen gehören Humperdincks Hänsel und Gretel (7. Dezember 2018), Bizets Carmen (1. März 2019) und Bergs Wozzeck (9. März 2019). Bei der Wiederaufnahme von Wagners Die Walküre (21. April 2019) mit James Rutherford als Wotan und Christiane Libor als Brünnhilde steht GMD Sebastian Weigle am Pult, während für Harry Kupfers Inszenierung von Berlioz‘ La damnation des Faust Frankfurts ehemaliger Kapellmeister Roland Böer zurückkehrt.

SONDERVERANSTALTUNGEN

2018/19 ergänzen über 300 Sonderveranstaltungen das umfangreiche Angebot der Oper Frankfurt. So hat sich unter dem Titel JETZT! Oper für Dich das erfolgreiche Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und (junge) Erwachsene mit einem vergleichsweise hohen Anteil von über 230 Terminen an der Gesamtzahl der Sonderveranstaltungen weiterhin stark etabliert. Zudem wird es wieder Soireen des Opernstudios, die Talkrunde Oper lieben mit Bernd Loebe im Wechsel mit den Dramaturgen der Oper Frankfurt sowie die Einführungsveranstaltungen Oper extra im Holzfoyer geben. Auch im Konzertbereich wird wieder einiges geboten: die Werkstattkonzerte Happy New Ears mit dem Ensemble Modern, Kammermusik im Foyer und die Museumskonzerte mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester in der Alten Oper.


GASTSPIELE

Auch in der kommenden Spielzeit ist die Oper Frankfurt andernorts zu Gast: So wird Generalmusikdirektor Weigle im Juni 2018 Wagners Lohengrin und im September 2018 Webers Der Freischütz an der Staatsoper Wien gastieren. Im Dezember 2018 dirigiert er Humperdincks Hänsel und Gretel am Royal Opera House Covent Garden London, im Januar 2019 gefolgt von Wagners Tannhäuser an der Deutschen Oper Berlin. Zudem wird im Dezember 2018 und Juli 2019 Bizets Carmen (Regie: Barrie Kosky) aus der Frankfurter Spielzeit 2015/16 erneut am Royal Opera House Covent Garden in London gezeigt. Im Juni / Juli 2019 wird Bellinis I puritani (Regie: Vincent Boussard) aus der Frankfurter Spielzeit 2018/19 als Koproduktion mit der Opéra Royal de Wallonie in Liège auch dort zu sehen sein.


NEUE SÄNGERINNEN UND SÄNGER

Folgende Sänger werden zukünftig das Ensemble der Oper Frankfurt verstärken: Die kanadische Sopranistin Ambur Braid gastierte in Frankfurt als Königin in Křeneks Das geheime Königreich und Elisabetta in Roberto Devereux (konzertant). Aktuell singt sie Puccinis Tosca an der Calgary Opera. Ihre Landsmännin und Fachkollegin Kirsten MacKinnon ist Absolventin des Curtis Institute in Philadelphia und gastierte u.a. in Glyndebourne und Toronto, gefolgt von ihrem Deutschland-Debüt als Ines in L’Africaine – Vasco da Gama in Frankfurt. Die Mezzosopranistin Zanda Švēde stammt aus Lettland und sang im Rahmen ihrer Teilnahme am Merola Opera Program in San Francisco zahlreiche Partien am dortigen Opernhaus, gefolgt von Aufgaben u.a. in Chicago. Der österreichisch-australische Tenor Gerard Schneider erhielt seine Ausbildung an der Juilliard School in New York und am National Opera Studio in London und ist seither freiberuflich tätig, u.a. beim Wexford Festival.

Božidar Smiljanić ist britischer Bassbariton mit serbischen Wurzeln. Der Finalist des Wettbewerbs „Neue Stimmen“ gastierte u.a. beim Glyndebourne Festival und an der Scottish Opera in Glasgow sowie demnächst in Bregenz. Der US-Tenor Matthew Swenson studierte u.a. an der Juilliard School in New York und war zuletzt Mitglied des Opernstudios OperAvenir am Theater Basel, wo er verschiedene Partien übernahm. Der polnische Bariton Mikołaj Trąbka wird aus dem Opernstudio der Oper Frankfurt in den festen Sängerstamm übernommen. Das Frankfurter Ensemble verlassen neben der Sopranistin Sara Jakubiak und der Mezzosopranistin Maria Pantiukhova die Tenöre Mario Chang und Martin Mitterrutzner sowie die Baritone Björn Bürger und Daniel Schmutzhard. Auch der Bass Daniel Mirosław scheidet aus dem Ensemble aus.


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Foto:
Sebastian Weigle © oper-frankfurt.de, Barbara Aumüller