Finanzierung der S-Bahnstation „Gateway Gardens“ am Frankfurter Flughafen steht

 

Eric Fischling und pia

 

Frankfurt am Main (Weltexprsso) - In der Tat werben die Investoren und die Gesellschaft, die dieses Areal dicht am Flughafen betreibt, damit, es sei der Ort in Europa, der am besten erreichbar sei. Das gilt dann auch immer umgekehrt, der Ort, von dem man am schnellsten weg ist – auch weg sein will?

 

Als man das von den Amerikanern zuvor genutzte Gelände, dicht an den Autobahnen wie den Landebahnen gelegen, für eine Bebauung vorsah, war klar, daß dies nur für geschäftliche Zwecke ausbaubar sei, denn Wohnen ist in diesem vom Verkehr und vor allem den landenden und startenden Maschinen umtosten Unort einfach nicht drinnen. Aber Arbeiten in schallgeschützten Räumen, das ist erstrebenswert! Nur war diese Überlegung zuvor niemals in einem städtebaulichen Konzept vorhanden, weshalb es auch keine Pläne für einen öffentlichen Anschluß gab, der für die vielen tausend Arbeitnehmer ohne Auto attraktiv sein soll. Diese liegen inzwischen längst vor und nun ist auch die Finanzierung gesichert, wobei angesichts der Schnelligkeit und Höhe der Aufwendungen deutlich wird, wie stark dies Projekt von oben gefördert wurde.

 

Der neue S-Bahn-Halt „Frankfurt am Main Gateway Gardens“ ist finanziell gesichert: Das Land Hessen, die Stadt Frankfurt, der Rhein-Main Verkehrsverbund (RMV) sowie die Deutsche Bahn AG haben den Finanzierungsvertrag für das Projekt Umverlegung der DB-Anlage und Neubau der Station Gateway Gardens unterzeichnet. In dem neuen Frankfurter Stadtteil werden bis zu 18.000 Menschen arbeiten.“, so lautet die Erfolgsmeldung.

Der Neubau der Strecke von Frankfurt zum Flughafen mit der neuen Station ist eines der großen Infrastrukturprojekte der Region und des Landes Hessen. Anlässlich der Unterzeichnung des Finanzierungsvertrages hebt Oberbürgermeister Peter Feldmann die Vorteile für die Bürger der Mainmetropole hervor: „Für „Gateway Gardens“ und die dort arbeitenden Menschen ist heute ein guter Tag. Denn sie werden mit der S-Bahn eine kurze und schnelle Verbindung zu ihrem Arbeitsplatz erhalten. Jetzt ist unser neuester Stadtteil auch verkehrstechnisch im Herzen der Stadt angekommen.“

 

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir unterstreicht für das Land Hessen die Bedeutung für den Auto- und Schienenverkehr zwischen der Stadt Frankfurt und dem neuen Stadtteil am Frankfurter Flughafen. „Die S-Bahn-Station wird „Gateway Gardens“ zu einem der bestangebundenen Büro- und Gewerbegebiete Europas machen und damit das Straßennetz rund um den Frankfurter Flughafen entlasten. Sie verbessert den öffentlichen Personennahverkehr und damit die Zukunftsfähigkeit des Rhein-Main-Gebiets. Und sie ist Teil des Projekts „Frankfurt RheinMain plus“, eines umfassenden Ausbaus des Eisenbahnknotens Frankfurt, der für den überregionalen Schienenverkehr von höchster Bedeutung ist. Deshalb engagieren wir uns mit 22,67 Millionen Euro. Meine Erwartung an die DB AG ist, dass die neue Station zum Fahrplanwechsel 2019/2020 in Betrieb gehen kann.“

„Das Projekt unterstreicht die herausragende Stellung des Standorts Frankfurt in unserem Schienennetz. Es zeigt den dynamischen und internationalen Spirit, der Frankfurt auszeichnet. Von „Gateway Gardens“ geht es auf direktem Weg ins Netz des RMV, nach ganz Deutschland und über den Flughafenbahnhof in die ganze Welt“, so Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG.

 

Auch Stefan Majer, Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt, ist von den Vorteilen für den neuen Stadtteil Frankfurt „Gateway Gardens“ überzeugt: „Gateway Gardens ist nicht nur einer der zentralsten, sondern auch mit allen Verkehrsmitteln hervorragend erreichbaren Standorte in Deutschland und Europa“.

Die Bedeutung des Standorts hebt auch Frankfurts Stadtkämmerer Uwe Becker hervor: „Gateway Gardens ist für immer mehr international agierende Unternehmen insbesondere im Bereich Mobilität und Logistik der zentrale Standort. Mit dem Bau der S-Bahn Gateway Gardens schafft die Stadt beste Voraussetzungen für weitere erfolgreiche Unternehmensansiedlungen in Frankfurt. Damit sichern wir die Zukunft des wirtschaftlich starken Standorts.“

„Mit der Anbindung Gateway Gardens schaffen wir gerade für unsere Berufspendler ein attraktives Angebot“, sagt Knut Ringat, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. „Gateway Gardens ist ein notwendiger Lückenschluss im S-Bahn-Netz RheinMain, der den zentralen Standortvorteile des Ballungsraums RheinMain, seine Mobilität, sichern wird. Nur das enge Zusammenspiel von Bahn, Bus, Fahrrad, Flugzeug und Auto hält unsere Region auch weiterhin so attraktiv.“

Die Größe des Projekts unterstreicht auch Peter Buchholz, als Geschäftsführer der „Gateway Gardens Projektentwicklungs-GmbH“ zuständig für die planerischen Aufgaben der S-Bahn-Anbindung: „Es wird eine logistische und planerische Herausforderung werden, dass alle Firmen während der gesamten Bauphase optimal erreichbar sind. Nach Baufertigstellung werden wir allerdings eine nahezu perfekte Anbindung des Standortes an das europäische Schienen-, Autobahn- und Luftverkehrsnetz an dieser extrem hochfrequentierten Drehscheibe des internationalen Verkehrs haben. „Gateway Gardens“ wird dann zu den mobilsten Standorten in Europa zählen.“

Bereits Ende 2013 hat die positive Entscheidung der EU-Kommission zur Förderung eines großen Teils der vorgezogenen Planungskosten zum Bau der Strecke die wichtige Einbindung des neuen Stadtteils „Gateway Gardens“ in das transeuropäische Eisenbahnnetz über den Flughafen Fernbahnhof und den Hauptbahnhof Frankfurt unterstrichen. Dabei wurde insbesondere die verbesserte Anbindung des Frankfurter Flughafens mit seinen internationalen Zielen von der Europäischen Kommission positiv bewertet. Die neue Station in „Gateway Gardens“ schafft einen weiteren Zugang zum gesamteuropäischen Verkehr an diesem international wichtigen Knotenpunkt. Für die Station wird eine erhebliche Verkehrsleistung von rund 14.000 Fahrgästen am Tag prognostiziert.

Insgesamt betragen die fortgeschriebenen Kosten rund 223,2 Millionen Euro. Das muß man sich mal vorstellen: 223, 2 Millionen. Und da laufen die U-Bahnen in Frankfurts Norden noch immer oberhalb und verursachen Jahr für Jahr Tote. Die Strecke unterirdisch zu legen und die zerteilten Stadtteile Dornbusch, Dichterviertel, Ginnheim und Eschersheim wieder zu lebenswerten Zentren zu machen, das ist zu teuer. Aber das Ausgeben des vielen Geldes wird so begründet: Die Nutzen-Kosten-Untersuchung bescheinigt der Maßnahme einen hohen verkehrlichen und volkswirtschaftlichen Nutzen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Station ist für das Jahr 2019 vorgesehen.

 

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