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Oppositionsführer Yair Lapid und Premier Binyamin Netanyahu beschuldigen sich gegenseitig als Bedrohung für den Staat Israel

Redakiton tachles

Am Montag kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Oppositionsführer Yair Lapid und Premier Binyamin Netanyahu. Lapid erklärte nach dem Angriff des Iran, während einer Fraktionssitzung seiner Partei Yesh Atid, Netanyahu und seine Regierung seien eine «existentielle Bedrohung» für Israel geworden. Netanyahu habe die Abschreckungskraft Israels zerstört, Freunde und Feinde Israels «riechen dessen Schwäche».

Lapid sagte, bei seinem Besuch letzte Woche in Washington habe er nur schockierte Stimmen gehört. Der israelischen Regierung fehle es an «Verantwortung und Professionalismus«, es gäbe nur noch Mismanagement. «Alles, was von Mr. Security übriggeblieben ist, sind Ruinen von Be’eri bis nach Kiryat Shmona, ist Gewalt jüdischer Terroristen, die man nicht mehr kontrollieren kann und der völlige Verlust der Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit», erklärte Lapid.

Der Likud schlug natürlich sofort zurück und warf ihm vor, Lapid habe ein beschämendes Agreement mit der Hizbollah unterschrieben und es vorgezogen im Ausland zu sein, während Israel angegriffen werde. Dabei bezog sie sich auf das Abkommen im Mittelmeer zwischen Libanon und Israel, das die USA vermittelt hatten und das vom damaligen Premier Lapid 2022 unterzeichnet wurde. Es wurde natürlich von Netanyahu als Premier übernommen und nicht aufgekündigt, aber das wurde in dem Vorwurf nicht weiter erwähnt. Der Likud wies darauf hin, dass es Netanyahu gewesen sei, der seit Jahren auf die Gefahr, die von dem Iran ausgehe, hinweise. Lapid schlug erneut zurück: Wenn das der Fall sei, warum sei der Iran inzwischen ein nukleares Schwellenland und habe die Möglichkeit Israel mit Hunderten Drohnen und Marschflugkörpern anzugreifen?                                                                                                                                                                  

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Nachdruck des Artikels mit freundlicher Genehmigung aus dem Wochenmagazin TACHLES vom 16. April 2024