Erinnerungsort an die Massaker vom 7. Oktober 2023
Redaktion tachles
Jerusalem (Weltexpresso) - Das Gelände des Nova-Musikfestivals bei Kibbuz Re'im, nahe der Grenze zum Gazastreifen, hat sich seit dem Massaker vom 7. Oktober 2023, bei dem über 350 Menschen ums Leben kamen, zu einem der meistbesuchten Orte Israels entwickelt. In den letzten sechs Monaten verzeichnete die Stätte durchschnittlich mehr als 200'000 Besucher pro Monat, wie Keren Kayemeth LeIsrael–Jewish National Fund (KKL-JNF) berichtet.
Diese Besucherzahlen übersteigen die jährlichen Besucherzahlen des Toten Meeres oder des Anu-Museums in Tel Aviv, das sich auf die jüdische Diaspora konzentriert. Zu den Besuchern zählen sowohl inländische als auch ausländische Touristen, darunter ausländische Würdenträger und Prominente, die eine persönliche Verbindung zu dem Ort suchen, an dem das grösste Massaker des Hamas-Angriffs stattfand.
Um den Zustrom von Besuchern zu bewältigen, investierte KKL-JNF über eine Million US-Dollar in die Erweiterung des Parkplatzes, den Bau von sanitären Einrichtungen und die Errichtung von Gedenktafeln. Das Gelände zeigt Reihen von Fotos der Opfer, die an Pfosten auf dem Feld angebracht sind, auf dem das Festival stattfand. Ifat Ovadia-Luski, Vorsitzende von KKL-JNF, erklärte. «Dieser Ort ist nicht nur eine Erinnerung an das, was war – er ist ein lebendiges Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit, Einheit und Trauer der gesamten israelischen Gesellschaft.» Für diejenigen, die nicht nach Re'im reisen können, wurde eine Ausstellung geschaffen, die das Massaker detailgetreu nachbildet. Diese Ausstellung, die echte am Tatort zurückgelassene Gegenstände zeigt, wurde zunächst in Israel eröffnet und anschliessend in Städten wie New York, Los Angeles und Miami präsentiert.
Während andere am 7. Oktober angegriffene Orte zunächst viele Besucher anzogen, haben sich diese Gemeinden zunehmend auf den Wiederaufbau konzentriert. Daher hat sich das Nova-Gelände als primäres touristisches Ziel etabliert, das offiziell als Gedenkstätte dient.
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Das Gelände des Nova-Musikfestivals bei Kibbuz Re'im wurde zum Erinnerungsort
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