b Menne Fassbinder SpekulationDie Buchmesse beginnt und mit ihr laufen vier spannende Lesungen im Club Voltaire, Frankfurt, Kleine Hochstr. 5 (Nähe Alte Oper): von Mittwoch, 10. Oktober bis Samstag, 13. Oktober  jeweils ab 19 Uhr, Teil 2/4

Hans Weißhaar

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Wer in Frankfurt erinnert sich nicht an all die Aufregungen um das Fassbinderstück DER MÜLL, DIE STADT UND DER TOD. Die Jüdische Gemeinde hatte nach vielen Protesten schließlich die Bühne des Kammerspiels des Schauspiels besetzt, wo die Premiere des Stücks stattfinden sollte. Das war am 31. Oktober 1985, ist also bald 33 Jahre her, als Hilmar Hoffmann, zuständiger Kulturdezernent und für die Meinungsfreiheit auf der Bühne, dennoch alle nach Hause schickte. 

Grund für die durchaus militante Besetzung und Verhinderung der Aufführung war der Vorwurf des Antisemitismus. Es war ein Donnerstagabend und die Polizei hatte vorsorglich die Theateranlage abgeriegelt. Denn es mußte Platz sein für über 1000 Demonstranten, die 'den Anfängen wehren' wollten - und es taten. Eigentlich wundert man sich, daß es keinen Dokumentarfilm darüber gibt. Aber doch, da erinnere ich mich an einen. Aber es ist lange her. Zeit, aus dieser Perspektive zurückzublicken, was Peter Menne tun wird.


Donnerstag, 11.10.: Peter Menne
Fassbinder, Immobilienspekulation, antisemitisches Ressentiment.
Ist das Stück „Müll-Stadt-Tod“ heute wieder relevant?
mit einer Einführung von Michael Töteberg

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