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Präsentation des Publikationsprogramms des Kulturforums und seiner Partnereinrichtungen vom 27. bis 30. April  in Leipzig

Günther Winckel 


Leipzig (Weltexpresso) - Mit Veranstaltungen zur Kulturkorrespondenz östliches Europa und ihrer Vorstellung eines Buchprojekts zu deutschukrainischer Dichtung, zum Literarischen Reiseführer Galizien und zum Dobrudscha-Buch ist das Deutsche Kulturforum östliches Europa auf der Leipziger Buchmesse wieder gut vertreten.


27. bis 30. April 2023
Messegelände LeipzigHalle 4, Stand E 312

Endlich ist es wieder so weit: Nach drei Jahren pandemiebedingten Ausfalls können zum 17. Mal die Publikationen des Kulturforums und die seiner Partner auf dem Messegelände in Leipzig präsentiert werden. Besonders wichtig sind die zur Ukraine: der Literarische Reiseführer Galizien, der laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung „den Genius Loci so wirksam herbeizaubert, dass man Mühe hat, die Lektüre zu unterbrechen“, und die dritte, erweiterte und aktualisierte Auflage des  Buchs über die Bessarabiendeutschen von Ute Schmidt. Auch die  Kulturkorrespondenz östliches Europa wird mit einem Ukraine-Beitrag präsentiert: Die Literaturwissenschaftlerin Nataliia Vusatiuk aus Kyjiw hat über den deutsch-ukrainischen Dichter Oswald Burghardt geschrieben.  


Veranstaltungen des Kulturforums auf der Leipziger Buchmesse 2023:

Donnerstag, 27. April 2023, 16 Uhr | Gespräch

Dichtung der Verdammten: ein Zeugnis ukrainisch-deutscher Kulturbeziehungen wird endlich gedruckt

Ort: Forum Weltweit • Halle 4 • Stand E 406

Spätestens seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 stößt die Sprache und Literatur des Landes auch in Deutschland auf starkes Interesse. Wiederentdeckt zu werden hat dabei ein bedeutender deutsch-ukrainischer Dichter verdient: Oswald Burghardt (Dichtername Jurij Klen), geboren in Wolhynien in der Westukraine und einer der wichtigen Vertreter der ukrainischen „Neoklassiker“. Nataliia Vusatiuk und Andrii Portnov, die seine „Dichtung der Verdammten“ mit Unterstützung des Kulturforums neu beim Arco Verlag herausgeben, sprechen mit der Redaktion der Kulturkorrespondenz östliches Europa über Leben und Werk Burghardts sowie darüber, wie sich Geschichte heute mit dem Versuch der Zerstörung der ukrainischen Kultur durch Putins Russland wiederholt.  


Samstag, 29. April 2023, 16 Uhr | Buchvorstellung

Marcin Wiatr: Literarischer Reiseführer Galizien. Unterwegs in Polen und der Ukraine

Ort: Café Europa• Halle 4 • Stand E 303

Auch wenn es das supranationale Gebilde namens Habsburgermonarchie, zu dem Galizien zwischen 1772 und 1918 gehörte, nicht mehr gibt, lebt die Region in der Literatur fort. Neben Leopold von Sacher-Masoch, Iwan Franko und Karl Emil Franzos befassten sich Joseph Roth, Bruno Schulz, Mascha Kaléko, Stanisław Vincenz, Hnat Chotkewytsch, Stanisław Lem und Isaak Babel mit galizischen Themen. Heute tun dies unter anderen Sofija und Jurij Andruchowytsch, Andrzej Stasiuk, Olga Tokarczuk, Martin Pollack, Tanja Maljartschuk, Jurko Prochasko und Maxim Biller. Der Autor Marcin Wiatr zeigt in seinem Gespräch mit Ariane Afsari vom Kulturforum, dass Galizien historische Lektionen bereithält, die uns alle in Europa angehen.

Sonntag, 30. April 2023, 11.30 Uhr | Buchvorstellung

Josef Sallanz: Zwischen Donau und Schwarzem Meer. Deutsche in der Dobrudscha

Ort: Café Europa• Halle 4 • Stand E 303

Der Historiker Josef Sallanz, der mit Heinke Fabritius, Kulturreferentin am Siebenbürgischen Museum Gundelsheim, sein Buch vorstellen wird, widmet sich der historischen Region, die sich seit 1940 in die Norddobrudscha in Rumänien und die Süddobrudscha in Bulgarien gliedert. In der Antike zunächst griechisch, erlebte die Dobrudscha unter römischer Herrschaft eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Nach 500 Jahren unter den Osmanen siedelten sich Mitte des 19. Jahrhunderts erste Deutsche aus Bessarabien, aus dem Gouvernement Cherson, aus Polen, Wolhynien, Galizien und aus dem Kaukasus an. Heute leben in der Dobrudscha neben über neunzig Prozent Rumänen Tataren, Bulgaren, Türken, Lipowaner, Ukrainer, Griechen, Deutsche und Roma.

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