401 Bewerbungen für den Preis der Leipziger Buchmesse 2016

 

Roswitha Cousin

 

Leipzig (Weltexpresso) – Was auch ansonsten eine gut zu variierende Aussage ist, bleibt bezogen auf die Buchmessen in Deutschland tatsächlich eine Halbjahresaffäre. Denn kaum ist die Frankfurter Buchmesse im Oktober vorbei, rückt der kommende März in Leipzig in den Blick.

 

Jetzt ist erst einmal das Rennen um den Preis der Leipziger Buchmesse gestartet. 401 Werke aus 313 Verlagen haben sich für den begehrten Literaturpreis beworben. Bis zum kommenden Frühjahr werden nun die eingereichten Arbeiten in den Kategorien Belletristik, Übersetzung und Sachbuch/Essayistik gesichtet. Das sind sehr viel mehr Einreichungen, als es der DEUTSCHE BUCHPREIS erreicht, der jedes Jahr am Vorabend der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Römers verliehen wird. Das hat leicht einsehbare Gründe. Denn dort geht es allein um Romane, von denen zudem jeder Verlag nur je zwei einreichen darf. Das waren in Frankfurt bei 167 eingereichten Romanen ganze 110 Verlage, wobei diese Zahl die höchste in zehn Jahren ist. Man sieht aus der obigen Angabe für Leipzig um wie viel höher hier die Anzahl der Verlage, nämlich 313 , ist, die einreichen, eine unglaublich hohe Zahl gegenüber den 167 beim DEUTSCHEN BUCHPREIS, zu denen aber noch die hinzukommen, deren Romane durch die Jury angefordert werden, worüber es aber keine Zahlen gibt.

 

Am 17. März, dem ersten Tag der Leipziger Buchmesse, wird der Preis schließlich vergeben. Die neue Juryvorsitzende Kristina Maidt-Zinke freut sich auf eine spannende Juryarbeit, wie sie im Interview erklärt, das wir hier abdrucken.

 

 

Frau Maidt-Zinke, welchen Nutzen bietet der Preis der Leipziger Buchmesse dem Leser?

 

Der Preis der Leipziger Buchmesse wurde mit dem Ziel konzipiert, den deutschsprachigen Buchmarkt zu beleben. Und das scheint gut zu gelingen. Viele Leser nutzen den Preis und die damit verbundene Medienaufmerksamkeit als wichtige Orientierungshilfe bei der Auswahl ihrer Bücher.

 

 

Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Preis der Leipziger Buchmesse?

 

Das Besondere am Preis der Leipziger Buchmesse ist, dass er durch die Aufteilung in drei Kategorien – Belletristik, Sachbuch, Übersetzung - die Aufmerksamkeit auf ein breites Spektrum der deutschsprachigen Literaturproduktion lenkt. Eine weitere Besonderheit: Die ausschließliche Besetzung der Jury mit Kritikern gewährleistet bei den Preisentscheidungen ein Höchstmaß an Unabhängigkeit.

 

 

Worauf freuen Sie sich bei Ihrer Arbeit?

 

Ich freue mich auf anregende Lektüren und auf belebende Kontroversen unter Kollegen, die einander wegen ihrer fachlichen Kompetenz schätzen und respektieren.

 

 

Über den Preis der Leipziger Buchmesse

 

Der mit 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wird in diesem Jahr zum 12. Mal vergeben und ehrt herausragende Neuerscheinungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Eine siebenköpfige Fachjury benennt am 6. Februar eine kurze Liste mit je fünf Werken pro Kategorie. Die Preisverleihung findet am ersten Messetag, 17. März, in der Glashalle der Leipziger Messe statt. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB) – Medienpartner das Magazin buchjournal.

Foto: privat

 

Leipziger Buchmesse im Internet:

www.leipziger-buchmesse.de

www.preis-der-leipziger-buchmesse.de