UmschlagabbildungenDas soziologische „Glossar der Gegenwart 2.0“ wird am 5. Dezember im Rahmen einer moderierten Diskussion in der Goethe-Universität vorgestellt

Hubertus von Bramnitz

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - 2004 erschien das „Glossar der Gegenwart“. Insgesamt 44 Einträge untersuchten, „Konzepte von ‚mittlerer Reichweite‘, aber hoher strategischer Funktion, die in den aktuellen Debatten eine Schlüsselstellung einnehmen“. Zwanzig Jahre später, nach der Weltfinanzkrise und im Zeichen des Aufstiegs rechtspopulistischer Parteien sowie der inzwischen deutlich spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, ist es Zeit für ein Update, denn die Zeitgenoss*innen von heute erkennen sich in neuen Leitbegriffen wieder:

finsteres herzDIE KRIMIBESTENLISTE im November 2024, Teil 7

Tobias Gohlis

Hamburg (Weltexpresso) - Gemütlich ist dieser Krimi wahrlich nicht, das sagt schon sein Titel „Finsteres Herz“. Als Verfasser von über 70 Drehbüchern ist sein Autor Holger Karsten Schmidt vertraut mit dem Bonmot, ein Film solle mit einer Explosion beginnen und sich dann langsam steigern.

sag mirDIE KRIMIBESTENLISTE im November 2024, Teil 5


Claudia Schulmerich
 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Beeindruckend. In diesem Kriminalroman geht es ganz langsam voran, obwohl gleichzeitig fast zwei Jahrzehnte verstreichen, bis die tödliche Tat auf den 373 Seiten dann doch entdeckt wird. Deena Garvey ist einfach weg. Morgens ist sie vor sieben Uhr vom Familienhaus zu ihrer Schicht in der neonatologischen Intensivstation ihres Krankenhauses aufgebrochen, aber dort nie eingetroffen. Spannend nebenbei, was man in Krimis alles dazugelernt, denn sie arbeitet in der Neugeborenenmedizin und -vorsorge, wo es um deren pathologische und physiologische Probleme geht.

deutschlakulgewinnt den Schweizer Buchpreis 2024
 
Redaktion

Zürich/Basel (Weltexpresso) - «Seinetwegen» (C.H.Beck Verlag) von Zora del Buono wird mit dem diesjährigen Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.

Bildschirmfoto 2024 11 17 um 00.04.18Ulrike Marie Meinhof: Essay über ihr Leben und Sterben

Ester Awonoor

Leipzig (Weltexpresso) - Rainer Hackels Essay über Ulrike Meinhofs Leben und Sterben ist eine kleine Sensation. Als Student hatte sich der Autor an Ulrike Meinhofs Pflegemutter, die renommierte Historikerin Renate Riemeck, gewandt mit der Bitte, ihm bei einem Vortrag über Ulrike Meinhof behilflich zu sein. Nachdem Hackel in einem ausführlichen Brief seine Sicht auf die Journalistin und Terroristin geschildert hatte, erhielt er von Ulrike Meinhofs engster Vertrauter einen erstaunlichen Brief: „Von allen Menschen, die über Ulrike geschrieben haben, hat noch niemand ihr Wesen so gut verstanden wie Sie.“ Der aus fünf Briefen bestehende Briefwechsel bildet das Vorwort des bewegenden Essays, dessen Grundlage Gespräche des Autors mit Renate Riemeck bilden und der dem Leser das tragische Schicksal Ulrike Marie Meinhofs vor Augen führt.