
Redaktion
Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Die Stadt Frankfurt am Main bekräftigt anlässlich des dritten Jahrestags des Ausbruchs des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine ihre uneingeschränkte Solidarität mit dem ukrainischen Volk und mit der Partnerstadt Lviv. Oberbürgermeister Mike Josef und Stadträtin Eileen O’Sullivan haben ihre Solidarität in einem gemeinsamen Schreiben an den Bürgermeister von Lviv bekundet. Am Montag, 24. Februar, jährte sich der Einmarsch Russlands in die Ukraine zum dritten Mal.
Oberbürgermeister Josef sagt: „Drei Jahren nun schon leben die Menschen vor Ort im Krieg und versuchen, ihren Alltag zu meistern. Der Besuch in unserer neuen Partnerstadt Liv hat mich sehr bewegt. Nur wenige Flugstunden von Frankfurt entfernt betrauern Menschen tote Soldatinnen und Soldaten. Wir stehen klar an der Seite der Ukraine und unserer Partnerstadt. Nach dem Angriff Russlands haben Frankfurter Bürgerinnen und Bürger zahlreiche Menschen aus der Ukraine bei sich aufgenommen. Ihnen gilt unser Dank. Als Stadt haben wir Hilfslieferungen wie etwa Busse und Möbel für Krankenhäuser in das Land geschickt. Ein gerechter Frieden kann nur ein Frieden sein, der die Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine erhält und akzeptiert.“
Auch die für Städtepartnerschaften zuständige Dezernentin für Internationales, Eileen O´Sullivan, sagt: „Vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen ist die Stärkung demokratischer Werte und internationale Zusammenarbeit wichtiger denn je. Mit der Partnerschaft zwischen Lviv und Frankfurt setzten wir ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in Europa. Gemeinsam setzten wir uns dafür ein, die Demokratie zu schützen und internationale Freundschaften zu stärken.“
Seit dem 13. Mai 2024 sind Frankfurt am Main und Lviv durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Eine erste Solidaritätsreise unter Leitung von Oberbürgermeister Josef und Stadträtin O‘Sullivan nach Lviv fand im September 2024 statt. Bereits seit Juni 2024 hängt die Flagge der Stadt Lviv am Römer-Balkon als sichtbares Zeichen der Verbundenheit.
Zu den weiteren Aktionen der Städtepartnerschaft mit Lviv gehören Kunstprojekte, Hilfstransporte und Austauschprogramme für Schülerinnen und Schüler.
Darunter fällt das Kunstprojekt „Hide and Seek“, das im September 2024 stattfand, sowie ein Diskussionsabend des Jüdischen Museums im Juli 2024 mit Gästen aus der Partnerstadt. Zudem besuchten im Dezember 2024 20 ukrainische Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren mit zwei Lehrkräften für zwei Wochen die Anna-Schmidt-Schule in Frankfurt. Dieser Aufenthalt wurde im Auftrag des Auswärtigen Amts von der Deutschen UNESCO-Kommission ermöglicht.
Darüber hinaus spendete die Johanniter-Unfall-Hilfe Frankfurt im Dezember 2024 200 medizinische Nachttische an das „First Lviv Territorial Medical Union St. Pantaleon“ in Lviv.
Geplante Projekte
Die Stadt Frankfurt initiiert aktuell ein gemeinsames Projekt mit den Partnerstädten Lviv, Krakau und Frankfurt, um junge Start-up-Gründerinnen miteinander zu vernetzen. Um zukünftige Projekte von lokalen Initiativen zu koordinieren, hat Eileen O’Sullivan zu einem Arbeitskreis eingeladen. Ziel ist es, den Austausch zu fördern, um zukünftige Projekte auf den Weg zu bringen.
Als weiteres sichtbares Zeichen der Verbundenheit wird der Frankfurter Fernsehturm am Montag, 24. Februar, ab Einbruch der Dämmerung bis Mitternacht in den Nationalfarben der Ukraine beleuchtet. Die Stadt Frankfurt und die DFMG Deutsche Funkturm GmbH setzen damit bereits zum dritten Mal ein sichtbares Signal der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine.
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