Bilanz einer Woche Schulkino im Kino des Deutschen Filmmuseums Frankfurt

 

Helga Faber

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Knapp 2.000 Schülerinnen und Schüler besuchten in den zurückliegenden Tagen das Filmfestival BritFilms des Verbandes der Programmkinos und Filmkunsttheater Deutschlands (AG Kino-Gilde). Zeit, Bilanz zu ziehen: Auf dem Spielplan der bereits sechsten Ausgabe des Festivals standen in den vergangenen sieben Tagen sechs englischsprachige Filme – für Sprachanfänger, Mittelstufen- und Oberstufenschüler.

 

Die Filme liefen auf 35mm im Kino des Deutschen Filmmuseums und im CineStar Metropolis. Dabei war der Besuch der Kinovorstellungen als Unterrichtszeit anerkannt und wurde vom Frankfurter Schulamt unterstützt. Das Ziel von BritFilms ist der Aufbau eines Netzwerks aus Filmtheatern, Verbänden und Schulen, das sich kontinuierlich für die Vermittlung von englischer Filmkultur in Deutschland einsetzt.

 

Mit 1.976 Besuchern haben wir wieder ein hervorragendes Ergebnis erzielt“, freut sich Koordinatorin Ulrike Stiefelmayer über den großen Zuspruch der Schulen. Beide Spielhäuser vermeldeten eine gute bis sehr gute Auslastung. Dabei berichteten die Betreuerinnen von erfreulichen Entwicklungen: Der beliebteste unter den sechs Filmen, THE KING’S SPEECH, lief ohne deutsche Untertitel, was zur Freude der Veranstalter auf Begeisterung bei den Schülern stieß.

 

Die insgesamt anscheinend verbesserten Englischkenntnisse begründeten einige Kinder und Jugendliche damit, dass ihre bevorzugten TV-Serien in Originalsprache interessanter seien. Auch von den Filmgesprächen waren die BritFilms-Verantwortlichen angetan: „Die Schüler waren sehr gut informiert“, sagt Koordinationsassistentin Johanna Krug, „so waren spannende Diskussionen möglich.“ Offenbar werden die vorab bereitgestellten Unterrichtsmaterialien zu jedem Film von den Lehrern umfassend im Unterricht benutzt.

 

 

Dieses Jahr wollten Kinder zum ersten Mal genauere Erklärungen zu den Formaten“, berichtet Krug, die ein generell gestiegenes Interesse an Vorführtechnik, Festivalplanung und Digitalisierung bei den Schülern beobachtete, „manche Fragen nach Farbdramaturgie oder Kameraeinstellungen machten mich regelrecht perplex!“ Das Feedback der Lehrer fiel ebenfalls positiv aus – viele kündigten schon jetzt ihren Besuch für das kommende Jahr an. „Manche Schulen warten auf unsere Spielzeiten und kommen dann ganz gezielt auf uns zu“, erzählt Christiane Leonhardt vom Deutschen Filminstitut, die 2008 bereits die erste BritFilms-Ausgabe betreute und wie ihre Kollegen den positiven Trend der vergangenen Jahre verstärkt sieht.

 

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