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Redaktion
Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Der Frankfurter Streetart-Künstler Justus Becker alias COR ist Teil der Delegation, die derzeit in Frankfurts Partnerstadt Toronto weilt. Im Interview mit Mirco Overländer sprach Becker über seine Kunst, die Unterschiede zwischen deutscher und kanadischer Streetart, sowie seine Motivation, seine Kunst in alle Welt zu tragen.
Herr Becker, wie kommt es, dass Sie als Teil einer Frankfurter Delegation um Oberbürgermeister Peter Feldmann nach Toronto reisen?
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Auch in Toronto greifen Sie zur Sprühdose. Was wird in der kanadischen Metropole von Ihrem Aufenthalt übrig bleiben?
BECKER: Ich habe ziemlich viele Entwürfe gemacht und den Vertretern von Frankfurt und Toronto vorgelegt. Diese haben sich für ein Motiv entschieden, auf dem man ein Gesicht in abstrakten Farben sieht, in dessen Sonnenbrille sich die Skylines beider Städte spiegeln. Das Bild ist 6 Meter breit, 26 Meter hoch und entsteht an einer Fassade in der Yonge Street. Ich arbeite bereits seit fünf Tagen daran. Wenn das Bild fertig ist, werde ich rund 200 Dosen und 100 Arbeitsstunden darin investiert haben.
Das ist aber nicht der einzige Zweck Ihres Aufenthalts in Toronto, oder?
BECKER: Nein. Nächstes Jahr kommt der Streetart-Künstler „Bacon“ anlässlich der Buchmesse aus Toronto nach Frankfurt, um hier ein zu Bild sprühen. Für mich ist der allergrößte Vorteil, meine Kunst mit Reisen zu verbinden und zugleich jene, die mich in ihrer Heimatstadt so freundlich aufnehmen, in Frankfurt als Gastgeber empfangen zu dürfen.
Wie würden Sie als Graffiti-Künstler die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Streetart-Szene von Frankfurt und Toronto Szene beschreiben?
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Was bedeutet es für Sie, als Teil einer offiziellen Delegation Frankfurts Partnerstädte bereisen zu dürfen?
BECKER: Das ist schon eine coole Sache, dass ich im Auftrag der Stadt dabei sein kann. Ich denke aber zugleich, dass es für uns Frankfurter eine noch viel größere Bereicherung ist, wenn Künstler aus anderen Städten nach hierher kommen und hier sprühen. So etwas verbindet natürlich. Zumal Frankfurt und Toronto durchaus ihre Gemeinsamkeiten haben. Da wären die Internationalität und der Umstand, dass beide Städte durch sehr viele verschiedene Kulturen geprägt sind. Auch ist Kanada gerade im Vergleich zu den USA durchaus etwas europäischer und deutscher. Der Business-Distrikt sieht zwar aus wie Manhattan, ist aber doch zugänglicher und in gewisser Weise etwas deutscher als das kommerzielle Zentrum von New York.
Fotos:
Streetart-Künstler Justus Becker (1)
Streetart-Künstler Justus Becker (2)
Streetart-Künstler Justus Becker (3)
alle Fotos: stadt-frankfurt.de, Stefan Maurer
Info:
Ein ausführliches Porträt über Justus Becker und seine Arbeit ist unter https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2855&_ffmpar[_id_inhalt]=33440996 zu finden.