Ein Unterstützungsaufruf des Literaturhauses zur Begleitung der kommenden NOLDEausstellung des Städel Frankfurt

 

Felicitas Schubert

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Vom 5. März bis zum 9. Juni wird es im Frankfurter Städel eine Retrospektive auf EMIL NOLDE geben, einen Maler, der durch seine Farbenfreudigkeit die Menschen anspricht. Auch die Kinder und Jugendlichen. Erstmals richtet das Literaturhaus Frankfurt dazu mit dem Lyriker Arne Rautenberg Dichterworkshops für Schüler aus.

 

Das Literaturhaus Frankfurt begleitet– im Rahmen dieser Emil Nolde-Retrospektive – erstmals eine Ausstellung des Städel Museum Frankfurt. Im Frühjahr 2014 bietet das Literaturhaus zusammen mit dem Lyriker Arne Rautenberg für Schüler der 5. bis 10. Klasse begleitend zu Nolde, als eigenständiges Projekt, Dichterworkshops an, in denen sich Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren wortmalerisch mit den Werken und der Farbenglut Noldes auseinandersetzen können – konkret geht es um: „Emil und die Wortmaler“.

 

Für dieses Projekt geht das Literaturhaus einen neuen Weg der Projektfinanzierung, den Weg des Crowdfundings. Crowdfunding bedeutet, viele kleine Unterstützer, machen eine große, gute Sache möglich. Im Klartext: Viele Unterstützer beteiligen sich an der Projektfinanzierung mit einem selbst gewählten Beitrag. Bei einer Unterstützung von beispielsweise 15 Euro erhält man als Dankeschön zwei Freikarten zu einer Literaturhaus-Veranstaltung seiner Wahl. Oder man sichert sich ein Original-Gedicht von Hauke Hückstädt, handsigniert und gerahmt für 150 Euro – eine limitierte Auflage und ein ganz besonderes Geschenk. Das Ziel ist es, bis zum Ende der Finanzierungsphase am 21.11.2013 17.000 Euro erwirtschaftet zu haben, um zwei Klassen aus Frankfurt und der Region die Teilnahme an den Workshops „Emil und die Wortmaler“ mit Arne Rautenberg im Literaturhaus zu ermöglichen.

 

 

Das Städel Museum zeigt ab März 2014 in einer umfangreichen Ausstellung das Schaffen Emil Noldes (1867–1956). Obwohl in zahlreichen thematischen Sonderausstellungen vertreten und für die Besucher immer auch gern angeschauter Zielpunkt der Sammlung, wurde Noldes Werk hierzulande seit 25 Jahren nicht mehr in einer umfassenden Retrospektive präsentiert. Der Blick auf den Künstler hat sich in der Zwischenzeit dank neuer Forschungsergebnisse jedoch maßgeblich verändert. Die Ausstellung wird einen Überblick über die Vielfältigkeit seiner Arbeiten ermöglichen sowie Fragen der Rezeption und Selbstdarstellung aufarbeiten. Anhand von Malerei, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafik werden, einer lockeren Chronologie folgend, auch Noldes Früh- und Spätwerk gezeigt, die zuletzt geringere Aufmerksamkeit erhielten. Darüber hinaus befinden sich unter den etwa 140 ausgestellten Arbeiten zahlreiche bisher unbekannte Gemälde und Grafiken, die neue und überraschende Perspektiven auf Noldes Schaffen eröffnen.

 

Wir glauben, daß sich die durch Kurator Felix Krämer sicherlich wieder kunsthistorisch opulent und kenntnisreich erstellte Ausstellung auch der – wieder einmal zusätzlich aufgetauchten - Unterlagen zur Nazikumpanei Noldes annahmen muß. Wir haben bisher mit dem Malverbot für den Künstler auch dessen anfängliche Begeisterung für die braunen Verbrecher quasi 'entschuldigt' und wollen Klarheit. Das hat gar nichts damit zu tun, daß in einer Kunstausstellung das Werk im Vordergrund stehen soll, sondern mit historischer Genauigkeit.

 

INFO I:

 

Emil Nolde. Retrospektive vom 5. März bis 9. Juni 2014 im Städel Frankfurt

 

INFO II:

 

Auf der Webseite http://www.startnext.de/dichterworkshop-fuer-schueler findet sich neben allen Details zum Projekt auch ein Video von Hauke Hückstädt und Arne Rautenberg zu „Emil und die Wortmaler“.

Das Projekt wird unterstützt von kulturMut – Eine Crowdfunding-Initiative der Aventis Foundation.

 

INFO III:

 

Für Crowdfundingprojekt ein deutsches Wort suchen und dann prämieren!