Viertes Land Art Festival am Rande der Rhön


Hanswerner Kruse

Schlüchtern (WEltexpresso) - Das Schlüchterner KulturWerk präsentiert bereits im vierten Jahr ein sommerliches Land Art Festival in der Landschaft um Hutten-Heiligenborn. Zunächst beginnt das Festival am 1. Juli mit dem radikalen Tanztheater „Tausend Nächte und noch eine...“

 

Kulturpreisträgerin und KulturWerkerin Monica Opsahl wird mit ihrem Ensemble Artodance die Klischees des „west-östlichen Divans“ auseinandernehmen. Das erste abendfüllende Stück der Compagnie wurde bei den Kulturtagen in Meerholz uraufgeführt.


Wie in den letzten Jahren haben einige Künstlerinnen und Künstler bereits in ihren Ateliers Objekte geschaffen, die sie in der Natur installieren und dort vollenden werden. Seit heute sind sie und kreative Gäste in der Landschaft tätig und präsentieren erste Arbeitsergebnisse am 2. und 3. Juli. Entweder schaffen sie Werke mit vorgefundenen Naturmaterialen an herausfordernden Orten oder sie konfrontieren die Natur mit ihren künstlichen Installationen. Die Kunstwerke werden am nächsten Wochenende durch Musik, Meditationen und Tanz belebt, es gibt Begegnungen mit den Produzenten sowie sachkundige Führungen über den Parcours.


Geplante Objekte sind die „Schaufel-Bäume“ Gerwin von Monkiewitschs, „Spiegelfiguren“ Hannah Wölfels oder Holzskulpturen Martin Kohlhepps. Auch die „Fliegende“ des Kulturpreisträgers Thomas Kippenberg hängt wieder in einem Baum. Seine Betonplastik inspirierte die Gruppe Prompte Rührung für die Fotoaktion „Menschen in Bäumen“. Interessierte Besucher können in Bäume klettern und sich ablichten lassen.  Auch der Metallbildhauer Ulrich Barnickel ist voraussichtlich wieder mit einer Skulptur vertreten. In diesem Jahr sind die Schafe auf dem Festival-Plakat grün, in den Vorjahren waren sie pinkfarben oder blau. In der Begegnung mit echten, scheinbar natürlichen weißen Schafen, symbolisieren sie die Konfrontation des Künstlerischen oder Künstlichen mit der Natur.


Nach Auseinandersetzungen um den Landschaft- und Naturschutz wird es nicht den geplanten, ständigen Kunst-Parcours in Hutten geben. Dafür haben die KulturWerker aber die Möglichkeit, zwei Monate lang an ihren Projekten in der Natur zu arbeiten. Bis Ende August werden also weitere Skulpturen entstehen, die zum Ende des Festivals am ersten Wochenende im September präsentiert werden. Die Huttener haben das Projekt gut angenommen, im letzten Sommer präsentierten sie stolz große Fotos „ihrer“ Kunstwerke bei einer Veranstaltung der Schlüchterner Stadtteile.
Als das KulturWerk 2010 gegründet wurde, lag die Kultur im Bergwinkel darnieder, mittlerweile gibt es wieder das KuKi-Kino sowie zahlreiche weitere Kulturangebote unterschiedlicher Veranstalter. Doch damit wollen die KulturWerker gar nicht wetteifern: „Wir sind eine Künstlervereinigung und zeigen in erster Linie eigene Produktionen oder von befreundeten Kollegen“, meint der Vorsitzende des KulturWerks Arnold Pfeifer. „Im Übrigen streben wir spartenübergreifende gemeinsame Projekte wie dieses Land Art Festival an.“

Foto: Plakat (c) Hanswerner Kruse

Info:


Land Art Festival 4 in Hutten-Heiligenborn
ERÖFFNUNG 1. Juli 21 Uhr mit dem Tanztheater „Tausend Nächte und noch eine...“
Vorverkauf 14 / 11 Euro Ballettsaal Schlüchtern, Verkehrsbüro Schlüchtern, Bergrestaurant. Online www.kulturwerk2010.de oder Telefon 0161-558883. Abendkasse Eintritt 16 / 13 Euro
PRÄSENTATION am 2. / 3. Juli von 12 bis 22 Uhr. Treffpunkt und Info-Stand beim Bergrestaurant Hutten-Heiligenborn. Führungen über den Kunst-Parcours 13, 15 und 17 Uhr. Eintritt frei! Puplic Viewing der EM-Spiele. Begleitprogramm mit Musik, Meditationen und Künstlergespräche.
Der Parcours kann auch alleine besucht werden (Flyer im Bergrestaurant). Führungen nach Vereinbarung.