HassanHassan Annouri präsentiert sein Musikprojekt in der Frankfurter Paulskirche, Teil 1

Eva Mittmann

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - „Wir wollten mit der Musik ein Statement setzen, so heißt es“, und so lautet auch Hassan Annouris anspruchsvolles Bekenntnis gleich zu Beginn der Veranstaltung. Um dies noch zu bekräftigen sagt er kurz darauf außerdem: „Frankfurt ist uns wichtig! Schaut euch dieses wunderbare Video an mit den tollen Statements von Frankfurtern. Viel Spaß!“ Und sogleich werden dem Publikum musikalisch untermalt exemplarisch die Bekenntnisse einiger ausgewählter Frankfurter Bürger zu ihrer Lieblingsstadt präsentiert. Da heißt es in einem ersten Beispiel: „Weil Frankfurt die Geburtsstadt meiner Musik ist und man hier so viele Menschen und so viele verschiedene Kulturen erreicht und so viel Liebe zurückbekommt.“
KinderUnd ein zweites Beispiel (in dem ein Mann spricht!), lautet: „Seit ich vor 7 Jahren mit meinem Mann hierhin gezogen bin, fühle ich mich unheimlich wohl und sicher hier und  wünsche mir, dass das auch in Zukunft so bleibt: Eine große multikulturelle Familie - meine Familie.“ Außerdem betont er, dass er den Präsidenten der Eintracht, Peter Fischer, schon immer mal kennenlernen wollte und scherzt: „Der war immer so groß, den hab‘ ich noch nie gesehen.“ Und im gleichen Atemzug verweist er auf die ganz kleinen - nämlich die Kinder, die an der Show teilnehmen: Pfiffige Jungs, die sich auch gleich in Pose setzen.

All diesen Statements ist eines gemein: Sie sprechen eine eindeutige Sprache: Die Sprache der Toleranz und der wechselseitigen Akzeptanz - auch die des Andersartigen. Dies sollte grundsätzlich überall auf der Welt eine Selbstverständlichkeit sein, ist es aber leider vielerorts nicht. Mit dem Bekenntnis: „Wir sind alles Frankfurter“ wird somit ein Zeichen gesetzt für Toleranz und wertschätzendes Miteinander. Am gestrigen Abend sind nämlich so einige Frankfurter Musiker und geladene Gäste in der Paulkirche zusammengekommen, um eben diese heutzutage scheinbar zu oft in Vergessenheit geratenen Begriffe des respektvollen Miteinanders und wechselseitiger Achtung miteinander zu feiern.

20220602 213505Dies tun sie dann auch ausgiebig, denn Hassan Annouri hat jede Menge Musiker und Sängerinnen eingeladen. Auch einige Kinder sind an der Performance beteiligt und setzen sich auch gleich voller Begeisterung auf der Bühne in Szene: „Eins, zwei, drei – Wir sind alles Frankfurter!“, rufen sie im Chor. Eine Auswahl verschiedener Nationen repräsentieren auch die Kinder. Annouri schätzt, dass wir inzwischen in Frankfurt etwa bei 180 verschiedenen Nationen liegen, wenn das mal reiche. „Und doch sind wir alle Frankfurter einfach irgendwie." Daraus sei dann irgendwann einmal diese Idee geboren: „Ja, was können wir zusammen machen, um zu zeigen, dass Religion, Hautfarbe, Nationalität eigentlich keine Rolle spielen? Und heute sind wir mittendrin in diesem Projekt.“

Ein guter Musiker und Freund nenne Frankfurt die „Soul-City“ und sage: „Ihr habt so viel Herz! Ich spiele am liebsten in Frankfurt!“ Und ich sage: "Wir haben ganz klare Kante: wir sagen so - und nicht weiter. Das ist Frankfurt. Das ist für mich sehr klar." Und er verstehe so gar nicht, wie man auf die Idee käme, die Frankfurter seien schwierig. Das ist eben auch seine Meinung. Vor einem Jahr kam dann quasi der Anstoß zu „Wir sind alles Frankfurter“. So viele, die gesagt hätten: „Ich bin dabei.“ Sie hatten einfach alle zugesagt - und ja, sie sind heute auch alle da. Insgesamt ergebe sich somit ein buntes Sammelsurium aus Frankfurter Prominenz, Frankfurter Legenden, Urgesteinen und „Newcomern“.
(Fortsetzung folgt)

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©Eva Mittmann

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