Claudia Schulmerich
Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Allerhand Volk im Römer am Wahlabend, wenn ab 18 Uhr die Stimmen eingehen, was naturgemäß bei nur zwei Kandidaten in der Stichwahl viel schneller als das letzte Mal vor drei Wochen mit sehr vielen Kandidaten geht. So ging es als Trend mit kleinem Gewinn mit dem SPD-Bewerber Mike Josef los, der aber schnell von Uwe Becker überholt wurde. Dabei war von Anfang an die Marke 50 Prozent diejenige, an der sich die beiden tummelten und den ganzen Abend dicht beieinander lagen, als größter Abstand kurz vor Schluß Becker 48 Prozent und Josef 52 Prozent, was aber im Endergebnis noch herunterging. Erst waren die kleineren Wahlgebiete in der Peripherie Frankfurts ausgezählt, ein Reservoir für Becker, die Innenstadtbereiche gingen dann eher an Josef. Abbildung darunter
Der Römer war voll. In der Wandelhallte wandelte niemand, sondern standen die Gekommenen in Grüppchen herum oder saßen an den beiden Querwänden vor dem Bildschirm, der lange sich ständig änderte, bis die letzten zehn Wahllokale endlos dauerten. Aber die konnten am Sieg von Josef nichts mehr ändern. Schade nur, daß einem nicht ganz deutlich wurde, wie die Briefwahl ausgegangen war, weil deren Stimmen wohl permanent ins Ergebnis eingespeist wurden. Das sind halt so Früchte späterer Wahlanalysen. Jetzt ging es erst einmal um nackte Zahlen: wer gewinnt?
Ja, im Foyer ging es dann noch her, man konnte vor lauter Kopf von Uwe Becker den kleineren Mike Josef erst nur ahnen, bis man ihn sehen konnte. Außerdem gibt es immer Männer, die Frauen auf die Füße treten oder sie beiseite schubsen, um Bilder zu machen. So bleibt das eben. Aber hier
Die Graphik zeigt zudem das Größenverhältnis der Stimmen.
Petra Roth hatte keinen Grund zur Freude, das sah man ihr an, aber sie weiß die Form zu wahren.
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